LackschÀden mit Schwammtechnik

Es mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen: Zuerst gibt man sich viel MĂŒhe damit, ein Modell möglichst sauber zu bemalen. Nur, um dann anschließend damit zu beginnen, es aussehen zu lassen, als hĂ€tte man es ein Jahr im Garten vergessen.

Doch eine gut bemalte Miniatur sollte immer auch eine Geschichte erzÀhlen und Verwitterungen machen deutlich, dass beispielsweise ein Fahrzeug eben nicht gerade erst aus der Werkshalle gefahren kommt, sondern bereits an einem Feldzug teilgenommen hat.

Das Fahrzeug wird verstaubt und verschlammt sein, es wird an einigen Stellen etwas Rost angesetzt haben und sein Lack wird im Laufe der Zeit stellenweise abgeplatzt sein. Und genau diese LackschÀden sind es, mit denen ich mich in diesem Artikel beschÀftigen möchte.

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Lasieren (Glazing)

Ja, ich gebe es zu. Bei dem Beitragsbild hier habe ich ein wenig geschummelt. Der LanzentrÀger steht nur einmal auf meinem Schreibtisch. Ich habe dieses Modell auch nicht dreimal in jeweils einer anderen Farbe bemalt. Nein, ich habe lediglich ein Foto eines LanzentrÀgers mit meinem Bildbearbeitungsprogramm kopiert und unterschiedlich eingefÀrbt. Was diese Schummelei soll? Nun, sie hilft mir ein wenig, eine weitere sehr wichtige Bemaltechnik zu erklÀren: Die Arbeit mit Lasuren bzw. glazing.

Ich bin selbst noch immer in der Experimentierphase, was diese Technik angeht. Leider habe ich glazing sehr lange vernachlĂ€ssig, was nicht zuletzt auch daran lag, dass einige erste Versuche eher von Misserfolgen gekrönt waren. Mittlerweile weiß ich, woran das lag und hoffe, mit diesem Artikel dem einen oder anderen unnötige Misserfolge ersparen zu können.

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Feathering

Wenn ich mal wieder mit meinem Kaffeebecher auf dem Sofa kleckere, entsteht erst einmal ein kleiner Kaffeefleck. Dieser Fleck ist vielleicht nicht kreisrund, hat aber recht klar umrissene RĂ€nder. Als der „ideale“ Hausmann, der ich bin, hole ich dann nicht etwa ein Tuch und tupfe den Fleck vorsichtig weg – also so wie meine Frau das von mir verlangt. Nein, ich reibe natĂŒrlich an dem Fleck herum. Auf diese Weise erreiche ich mehrere Dinge: Zum einen vergrĂ¶ĂŸere ich den Umriss des Fleckes etwas und zum anderen verwische ich die RĂ€nder – in der Regel so, dass man hinterher nicht mehr genau sagen kann, wo der Fleck anfĂ€ngt und wo er aufhört. (Außerdem arbeite ich den Fleck unwiderruflich in unser Sofa ein – aber dieser letzte Punkt spielt fĂŒr diesen Artikel keine Rolle.)

Mit ein klein wenig gutem Willen kann man behaupten, dass ich gerade mittels feathering ein blending erzeugt habe. Doch was ist das genau? (Und warum lÀsst meine Frau diese Ausrede nicht gelten?)

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Wet blending

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich erstmals an diese Technik herantraute. Mir war wet blending in der Theorie zwar schon lange ein Begriff, aber irgendwie hielt mich lange Zeit etwas davon ab, diese Technik einmal auszuprobieren. WĂ€hrend der Vorbereitung dieses Artikels bemerkte ich schnell, dass ich wohl kein Einzelfall bin, denn aus irgendeinem Grund besteht bei einigen Einsteigern eine gewisse Ehrfurcht vor dieser Technik. Doch warum ist das so? Und was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem Begriff wet blending. weiterlesen…

Kantenakzente (edge highlighting)

Miniaturen sind naturgemĂ€ĂŸ recht klein (Überraschung!) und vor allem dann, wenn wir sie von einer gewissen Distanz aus betrachten (beispielsweise wĂ€hrend wir sie in einem Tabletop-Spiel wie Warhammer einsetzen), verschwimmen ihre Konturen und ihre Details gehen fĂŒr uns als Betrachter verloren. Ein Ziel vieler Bemaler ist es also, die Konturen und Details einer solchen Figur durch die Art und Weise der Bemalung hervorzuheben. Eine hervorragende Technik, um diese Ziel zu erreichen, ist das Setzen von Kantenakzenten (edge highlighting). weiterlesen…

TrockenbĂŒrsten (Drybrushing)

Wenn man den Begriff „TrockenbĂŒrsten“ im Internet recherchiert, findet man sehr schnell Miniaturenbemaler, die immer wieder betonen, dass diese Technik ihren schlechten Ruf zu Unrecht habe und es sich hierbei keinesfalls nur um einer AnfĂ€ngertechnik handele. Vielmehr sei es ein wichtiges Werkzeug im Werkzeugkasten eines jeden Hobbyisten. Doch wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Wenn so viele ein scheinbar negatives Bild von dieser Technik haben, ist dann nicht vielleicht etwas Wahres dran? weiterlesen…

Dreischritt fĂŒr Einsteiger

Du hast dein Modell grundiert und beginnst mit der eigentlichen Bemalung der Figur. Du hast dir bereits die notwendigen Farben fĂŒr dein Projekt herausgesucht und trĂ€gst sie fein sĂ€uberlich (in dĂŒnnen Schichten) auf deinem Modell auf. Es gelingt dir schon ĂŒberraschend gut, genau die Stellen mit dem dem Pinsel zu treffen, die du treffen möchtest und du musst nur hin und wieder einen kleinen Fehler ausbessern. Am Ende deine MĂŒhen lehnst du dich zuĂŒck, betrachtest dein Modell und stellst fest: Du bist enttĂ€uscht. Irgendwie sieht das Ergebnis nicht so aus, wie das Modell auf der Verpackung. Aber warum ist das so? weiterlesen…