Washing, Ă–l & Email

Ă–l-Washes: Sie stinken, brauchen ewig zum Trocknen und machen einem die Pinsel kaputt… Ich liebe sie!

Der Umgang mit Ă–l-Washes gehört sicherlich nicht zu den ersten Dingen, die ein Einsteiger in unser Hobby lernen muss. Nachdem man aber schon ein klein wenig Erfahrung mit dem Bemalen von Miniaturen gesammelt hat, sollte man sich durchaus einmal mit diesem tollen, wenn auch von einigen Hobbyisten verschmähten, Hilfsmittel beschäftigen. Wie aus dem ersten Satz bereits deutlich geworden sein sollte, haben Ă–l-Washes durchaus ein paar Nachteile. Wenn man weiĂź wie, kann man diese jedoch bis zu einem gewissen Grad reduzieren. DarĂĽber hinaus weisen sie ein paar klare Vorteile gegenĂĽber Acryl-Washes auf, die zumindest fĂĽr mich die Nachteile locker ausgleichen. Das bedeutet nicht, dass ich ausschlieĂźlich Ă–l-Washes verwende – keineswegs. Aber in bestimmten Situationen, vor allem, wenn ein starker Kontrast gewĂĽnscht ist, stellen Ă–l-Washes – trotz eines kurzfristigen Mehraufwandes – langfristig eine echte Zeitersparnis dar.

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Washing, Acryl

Eine der zeitsparensten Strategien beim Bemalen von Miniaturen ist sicherlich, dass man versucht die Form des Modells fĂĽr sich arbeiten zu lassen. Eine typische Anwendungssituation fĂĽr diese Strategie ist beispielsweise das TrockenbĂĽrsten, da hier das Modell dabei mithilft, dass Farbe an den gewĂĽnschten Stellen abgestriffen wird. Doch auch der Einsatz von Wash auf einer Miniatur (auch „shaden“ oder „tuschen“ genannt) fällt unter diese Strategie.

Das flĂĽssige Wash flieĂźt wie von Zauberhand in die Vertiefungen des Modells und betont dabei dessen Details. Eine gewashte Figur sieht immer schon viel fertiger aus als eine Miniatur, auf der nur die Grundfarben geblockt wurden. Es gilt somit vielen Hobbyisten als liquid talent (also flĂĽssiges Talent) und ist deswegen auch Bestandteil des an anderer Stelle von mir beschriebenen Dreischritts fĂĽr Einsteiger.

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Lackschäden mit Schwammtechnik

Es mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen: Zuerst gibt man sich viel Mühe damit, ein Modell möglichst sauber zu bemalen. Nur, um dann anschließend damit zu beginnen, es aussehen zu lassen, als hätte man es ein Jahr im Garten vergessen.

Doch eine gut bemalte Miniatur sollte immer auch eine Geschichte erzählen und Verwitterungen machen deutlich, dass beispielsweise ein Fahrzeug eben nicht gerade erst aus der Werkshalle gefahren kommt, sondern bereits an einem Feldzug teilgenommen hat.

Das Fahrzeug wird verstaubt und verschlammt sein, es wird an einigen Stellen etwas Rost angesetzt haben und sein Lack wird im Laufe der Zeit stellenweise abgeplatzt sein. Und genau diese Lackschäden sind es, mit denen ich mich in diesem Artikel beschäftigen möchte.

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Lasieren (Glazing)

Ja, ich gebe es zu. Bei dem Beitragsbild hier habe ich ein wenig geschummelt. Der Lanzenträger steht nur einmal auf meinem Schreibtisch. Ich habe dieses Modell auch nicht dreimal in jeweils einer anderen Farbe bemalt. Nein, ich habe lediglich ein Foto eines Lanzenträgers mit meinem Bildbearbeitungsprogramm kopiert und unterschiedlich eingefärbt. Was diese Schummelei soll? Nun, sie hilft mir ein wenig, eine weitere sehr wichtige Bemaltechnik zu erklären: Die Arbeit mit Lasuren bzw. glazing.

Ich bin selbst noch immer in der Experimentierphase, was diese Technik angeht. Leider habe ich glazing sehr lange vernachlässig, was nicht zuletzt auch daran lag, dass einige erste Versuche eher von Misserfolgen gekrönt waren. Mittlerweile weiß ich, woran das lag und hoffe, mit diesem Artikel dem einen oder anderen unnötige Misserfolge ersparen zu können.

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Feathering

Wenn ich mal wieder mit meinem Kaffeebecher auf dem Sofa kleckere, entsteht erst einmal ein kleiner Kaffeefleck. Dieser Fleck ist vielleicht nicht kreisrund, hat aber recht klar umrissene Ränder. Als der „ideale“ Hausmann, der ich bin, hole ich dann nicht etwa ein Tuch und tupfe den Fleck vorsichtig weg – also so wie meine Frau das von mir verlangt. Nein, ich reibe natĂĽrlich an dem Fleck herum. Auf diese Weise erreiche ich mehrere Dinge: Zum einen vergrößere ich den Umriss des Fleckes etwas und zum anderen verwische ich die Ränder – in der Regel so, dass man hinterher nicht mehr genau sagen kann, wo der Fleck anfängt und wo er aufhört. (AuĂźerdem arbeite ich den Fleck unwiderruflich in unser Sofa ein – aber dieser letzte Punkt spielt fĂĽr diesen Artikel keine Rolle.)

Mit ein klein wenig gutem Willen kann man behaupten, dass ich gerade mittels feathering ein blending erzeugt habe. Doch was ist das genau? (Und warum lässt meine Frau diese Ausrede nicht gelten?)

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Wet blending

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich erstmals an diese Technik herantraute. Mir war wet blending in der Theorie zwar schon lange ein Begriff, aber irgendwie hielt mich lange Zeit etwas davon ab, diese Technik einmal auszuprobieren. Während der Vorbereitung dieses Artikels bemerkte ich schnell, dass ich wohl kein Einzelfall bin, denn aus irgendeinem Grund besteht bei einigen Einsteigern eine gewisse Ehrfurcht vor dieser Technik. Doch warum ist das so? Und was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem Begriff wet blending. weiterlesen…

Kantenakzente (edge highlighting)

Miniaturen sind naturgemäß recht klein (Ăśberraschung!) und vor allem dann, wenn wir sie von einer gewissen Distanz aus betrachten (beispielsweise während wir sie in einem Tabletop-Spiel wie Warhammer einsetzen), verschwimmen ihre Konturen und ihre Details gehen fĂĽr uns als Betrachter verloren. Ein Ziel vieler Bemaler ist es also, die Konturen und Details einer solchen Figur durch die Art und Weise der Bemalung hervorzuheben. Eine hervorragende Technik, um diese Ziel zu erreichen, ist das Setzen von Kantenakzenten (edge highlighting). weiterlesen…

TrockenbĂĽrsten (Drybrushing)

Wenn man den Begriff „TrockenbĂĽrsten“ im Internet recherchiert, findet man sehr schnell Miniaturenbemaler, die immer wieder betonen, dass diese Technik ihren schlechten Ruf zu Unrecht habe und es sich hierbei keinesfalls nur um einer Anfängertechnik handele. Vielmehr sei es ein wichtiges Werkzeug im Werkzeugkasten eines jeden Hobbyisten. Doch wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Wenn so viele ein scheinbar negatives Bild von dieser Technik haben, ist dann nicht vielleicht etwas Wahres dran? weiterlesen…

Dreischritt fĂĽr Einsteiger

Du hast dein Modell grundiert und beginnst mit der eigentlichen Bemalung der Figur. Du hast dir bereits die notwendigen Farben fĂĽr dein Projekt herausgesucht und trägst sie fein säuberlich (in dĂĽnnen Schichten) auf deinem Modell auf. Es gelingt dir schon ĂĽberraschend gut, genau die Stellen mit dem dem Pinsel zu treffen, die du treffen möchtest und du musst nur hin und wieder einen kleinen Fehler ausbessern. Am Ende deine MĂĽhen lehnst du dich zuĂĽck, betrachtest dein Modell und stellst fest: Du bist enttäuscht. Irgendwie sieht das Ergebnis nicht so aus, wie das Modell auf der Verpackung. Aber warum ist das so? weiterlesen…