Washing, Acryl

Eine der zeitsparensten Strategien beim Bemalen von Miniaturen ist sicherlich, dass man versucht die Form des Modells für sich arbeiten zu lassen. Eine typische Anwendungssituation für diese Strategie ist beispielsweise das Trockenbürsten, da hier das Modell dabei mithilft, dass Farbe an den gewünschten Stellen abgestriffen wird. Doch auch der Einsatz von Wash auf einer Miniatur (auch „shaden“ oder „tuschen“ genannt) fällt unter diese Strategie.

Das flüssige Wash fließt wie von Zauberhand in die Vertiefungen des Modells und betont dabei dessen Details. Eine gewashte Figur sieht immer schon viel fertiger aus als eine Miniatur, auf der nur die Grundfarben geblockt wurden. Es gilt somit vielen Hobbyisten als liquid talent (also flüssiges Talent) und ist deswegen auch Bestandteil des an anderer Stelle von mir beschriebenen Dreischritts für Einsteiger.

Ähnlich dem Trockenbürsten kann man mit dieser Technik schnell gute Ergebnisse erzielen. Und ähnlich dem Trockenbürsten übertreiben es einige Maler mit ihrem Einsatz. Auch hierauf werde ich im Folgenden noch eingehen.

Wenn ich in diesem Artikel von Wash spreche, meine ich im Übrigen ausschließlich Acryl-Washes. Einen weiteren Artikel zum Einsatz von Öl-Washes findest du hier. Statt des Begriffs Wash verwenden einige Hobbyisten auch das Synonym Shade. (Eine Abgrenzung zu Inks, die nur auf den ersten Blick einem Wash ähnlich sehen, findest du hier.)

Was ist ein Wash und was macht es aus?

Ein Wash besteht aus den gleichen Bestandteilen, wie jede andere Acrylfarbe, also Pigmenten, Bindemittel (Acryl), Lösemittel (Wasser) und ggf. weiteren Farbzusätzen (mehr Informationen dazu findest du hier). Allerdings weichen die Verhältnisse der Bestandteile zueinander deutlich von denen einer „normalen“ Acrylfarbe ab.

Der Anteil der Pigmente ist vergleichsweise gering, da ein Wash nicht deckend aufgetragen werden soll. Außerdem ist der Anteil des Lösemittels höher als bei anderen Acrylfarben, da die Farbe sehr flüssig sein sollte. Um die Fließfähigkeit des Wash noch weiter zu verstärken beinhalten Washes in der Regel auch flow improver.

Das Ergebnis dieser Mixtur ist also eine sehr flüssige, nicht deckende Farbe mit guten Fließeigenschaften.

von links nach rechts: Dryad Bark (Acrylfarbe von GW); Brown Leather (Acrylfarbe von Scale 75); Agrax Earthshade (Wash/Shade von GW/Citadel)

Wie man in dem Beispielfoto oben sehen kann, decken die beiden „normalen“ Acrylfarben recht gut und lassen sich gleichmäßig auftragen. Beim Wash hingegen scheint der Untergrund durch und die Pigmente sammeln sich an der Stelle, an der ich den Pinsel abgesetzt habe (da es hier keine Vertiefungen gibt, in die sie hätten hineinfließen können).

Wozu setzt man Wash ein?

Ich habe anfangs bereits Gründe, die für den Einsatz eines Wash sprechen, angerissen. Grundsätzlich sind der Fantasie beim der Verwendung dieser dünnen Farben auch keine Grenzen gesetzt. Ich selbst setze Wash jedoch in der Regel aus den folgenden Gründen ein. Wobei natürlich nicht in jedem Fall jeder Grund zutrifft.

Stufenlose Schattierungen

Der vermutlich wichtigste Grund, aus dem man ein Wash einsetzt, wurde bereits genannt: Das Wash läuft in die Vertiefungen der Miniatur, dunkelt diese ab und erzeugt somit Schatten. Diese wiederum erzeugen Tiefe und lassen das Modell deutlich interessanter erscheinen. Hierbei handelt es sich nicht um einen „ganz oder gar nicht“-Effekt, sondern um ein graduelles Phänomen: Je tiefer eine Vertiefung liegt, desto mehr Flüssigkeit sammelt sich darin und desto dunkler wird sie. Im Idealfall erhält man durch den Einsatz von Wash also stufenlose Schattierungen auf dem Modell. (Ganz so simpel ist es dann leider meist doch nicht, aber dazu später mehr.)

Hervorheben von Details

Wash legt sich auch um kleinste Details, wie beispielsweise Nieten und Schraubenköpfe und betont sie auf diese Weise. Natürlich überschneidet sich dieser Effekt auch mit dem vorher genannte Punkt. Man könnte dies auch als eine Art abgeschwächtes Blacklining bezeichnen. (Beim Blacklining setzt man eine dunkle Linie zwischen zwei Elemente einer Miniatur, um sie optisch klar voneinander zu trennen. Comiczeichnungen sind typische Vertreter dieses Stils.)

Abdunkeln der Grundfarben

Wenn man ein Wash großflächig aufträgt, dunkelt man automatisch auch die ursprüngliche Grundfarbe ab. Dies ist z.B. praktisch, wenn man einem Modell einen insgesamt düsteren oder auch dreckigeren Look verpassen möchte. Außerdem kann man bewusst nur einzelne Stellen eines Modells abdunkeln, um den allgemeinen Kontrast zu erhöhen oder um ggf. den Blick auf andere (hellere) Stellen der Miniatur zu lenken.

Problematisch wird dieser Effekt oftmals dann, wenn man sich vermalt hat und etwas korrieren muss. Die eigentliche Grundfarbe ist heller als die mit einem Wash abgedunkelte Fläche und Korrekturen stechen deshalb unschön heraus. Das erneute Abdunkeln der korrigierten Stellen ist möglich, sollte aber sehr sorgsam vorgenommen werden, damit keine Bereiche doppelt gewasht werden und somit noch dunkler geraten.

Zusammenfügen der Farben

Es bietet sich oftmals an, Bereiche auf einem Modell, die man mit unterschiedlichen Farben bemalt hat, mit dem gleichen Wash zu behandeln. Wenn ein Modell also zum Beispiel eine rote Tunika, braune Lederbänder und silberne Rüstungsteile aufweist, kann man trotzdem alle Elemente gleichzeitig beispielsweise braun washen. Auf diese Weise verbindet man die einzelnen Elemente optisch zu einem Ganzen.

Skelett (Mantic) – links: nur Grundfarben geblockt; rechts: Grundfarben mit Wash

Alle bisher genannten Effekte lassen sich auf dem obigen Beispielfoto beobachten. Auf dem Skelett links wurde nur die Hauptfarben des Modells geblockt (Thar Brown und Decayed Metal von Scale 75, Khorne Red von GW und Gunmetal Grey von Vallejo Metal Color). Auf der rechten Seite sieht man die selbe Figur mit einer Schicht Agrax Earthshade von GW. Die roten Stofffetzen, aber auch die Knochen des rechten Skeletts, weisen unterschiedlich tiefe bzw. dunkle Schatten auf. Details wie die Knochen des Brustkorbes oder auch das Gesicht sind nun deutliche auszumachen. Das Modell wirkt insgesamt düsterer und die einzelnen Elemente der Miniatur sehen nicht mehr so aus, als wären sie aneinandergeklebt.

Statt „normaler“ Grundfarben

Ein eher untypischer, aber durchaus interessanter Anwendungsbereich von Washes ist ihr Einsatz als „normale“ Farbe direkt auf eine helle Grundierung.

Poxwalkers (GW): Haut und Hörner wurden mit Washes bemalt

In dem Beispiel oben habe ich die Haut komplett mit Reikland Fleshshade und stellenweise mit Druchii Violet oder Athonian Camoshade bemalt (alles GW). Die Hörner haben zwei Schichten Athonian Camoshade erhalten. (Das Rezept stammt übrigens aus einem Warhammer TV Video.) Lediglich die hellsten Highlights sind „normale“ Farben.

Das Ergebnis wirkt farblich eher entsättigt (also bleich), aber durchaus organisch. Dadurch dass die Washes so flüssig sind, laufen sie ineinander und vermischen sich an die Übergangsstellen. Das so erzeugte blending wirkt recht natürlich.

Welche Farbwahl ist sinnvoll?

Grundsätzlich muss ein Wash immer dunkler sein als der Farbton, auf den er aufgetragen wird. Wenn man eine rote Fläche washen möchte, sollte das Wash also zumindest dunkelrot sein. Bei gelben Flächen bieten sich orange- oder auch sepiafarbene Washes an usw. Es gibt eigentlich für alle Farben bereits passende Washes (beispielsweise von Vallejo (*) oder Games Workshop/ Citadel (*)). Weiter unten schreibe ich außerdem noch etwas dazu, wie man sich aus jeder Farbe sein eigenes Wash herstellen kann.

Natürlich wäre es viel zu langweilig, wenn man jede Farbe immer nur mit einer leicht dunkleren Version ihrer selbst abdunkeln würde. Je nachdem, welches Ergebnis man erzielen möchte, kann man selbstverständlich auch auf andere Farbtöne zurückgreifen.

So greifen beispielsweise viele Tabletop-Spieler, die naturgemäß viele Miniaturen in möglichst kurzer Zeit bemalen möchten, gerne auf Braun oder Schwarz zurück, da diese als „Schattenfarbe“ zu eigentlich jeder anderen Farbe passen. Wie oben bereits beschrieben, führt dies auch dazu, dass die unterschiedlichen Farben der Miniatur eine einheitliche Wirkung erzielen. In Kombination mit helleren Farbtönen führt diese Farbwahl jedoch zu einem unsauberen und ggf. fleckigen Ergebnis. Dieser Effekt kann jedoch durchaus erwünscht sein, um z.B. Schmutz darzustellen.

Je stärker der Farbton des Wash von der Grundfarbe abweicht, desto stärker verändert sich natürlich auch das Erscheinen der Miniatur. Wenn man beispielweise ein rotes Wash auf eine gelbe Fläche aufträgt, wird diese anschließend im Wesentlichen orange aussehen. Die Vertiefungen, in denen sich ja das meiste Wash sammelt, wird die Fläche sogar eine rote Farbe angenommen haben. Dieses Vorgehen erinnert stark ans glazing (nur dass man die Farbe freier laufen lässt) und es macht durchaus Spaß einmal herumzuexperimentieren, wie sich der Farbton einer Miniatur durch unterschiedliche Washes manipulieren lässt.

Welche grundsätzlichen Vorgehensweisen gibt es?

Grundsätzlich kann man beim Einsatz von Wash zwei verschiedene Vorgehensweisen unterscheiden. Zum einen ist da das ganzflächige Washen, wie es oben bei dem Skelett zu sehen ist und zum anderen besteht natürlich auch die Möglichkeit, Wash selektiver einzusetzen. Man spricht dann vom pin washing. Ich erwähnte anfangs, dass manche Hobbyisten Wash (ähnlich dem Trockenbürsten) zu exzessiv einsetzen. Gemeint sind dabei vor allem die Fälle, in denen ein komplettes Modell gewasht wird, obwohl pin washing wohl die sinnvollere Wahl gewesen wäre.

Worin unterscheiden sich ganzflächiges Washen und pin washing?

Wenn ich von „ganzflächig“ spreche, meine ich, dass ein Wash auf eine komplette zusammenhänge Fläche aufgetragen wird. Dies muss nicht zwangsläufig ein komplettes Modell sein. Hätte ich bei dem Skelett oben die Robe mit einem dunkelroten und die Knochen mit einem braunen Wash versehen, würde ich noch immer jeweils von „ganzflächig“ sprechen, solange ich die rote bzw. beige/knochenfarbene Flächen jeweils mit einer durchgehenden Schicht Wash überzogen hätte.

Beim pin-washing hingegen setzt man das Wash zielgerichtet nur an die Stellen, die es abzudunkeln gilt. Das „pin“ darin ist die Kurzform für „pinpoint„, was man als „Nadelspitze“ übersetzen kann (bzw. als Verb gelesen könnte es auch „genau festlegen“ bedeuten).

Ork Pikk-Up Fahrzeugteil (GW) – links: nur die Grundfarbe; rechts: Wash auf den gesamten Blechen sowie Pin-Washing in den Vertiefungen und um die Schrauben und Nieten

In dem Beispielfoto oben kann man rechts den Unterschied zwischen beiden Vorgehen sehen. Das Fahrzeugteil links wurde nur in der Grundfarbe Hellblau von Vallejo Model Air geairbrusht. Rechts wurden die mittig eingelassenen Bleche vollständig gewasht. Alle anderen Vertiefungen dieses Bauteils wurden mit einem pin-washing versehen. (Dass die ungewashten blauen Flächen rechts heller wirken als links, hat lediglich etwas mit den Lichtverhältnissen bei der Aufnahme des Fotos zu tun.)

Wann ist welche Vorgehensweise sinnvoll?

Je nachdem, welches Ziel ich mit dem Washen verfolge, mit welchen Modellen und mit welchen Farben ich arbeite, kann sich eher das eine oder das andere Vorgehen anbieten.

Ganzflächig aufgetragenes Wash

Das ganzflächige Auftragen eines Washes ist sehr verlockend, da es sehr schnell geht. Vor allem dann, wenn man viele Miniaturen in einer kurzen Zeit bemalen möchte, lohnt es sich bei seiner Bemalplanung darüber nachzudenken, welche Grundfarben sich leicht (zusammen) washen lassen.

Zudem sind die beiden oben von mir beschriebenen Punkte „Abdunkeln der Grundfarben“ und „Zusammenfügen der Farben“ nur mit diesem Vorgehen möglich.

Das ganzflächige Washen ist ideal dafür geeignet, auf Modellen mit vielen kleinen Strukturen eingesetzt zu werden. Felle, Kettenhemden, Schuppen etc. lassen sich viel schneller und (für die meisten von uns auch) besser mit einem Wash herausarbeiten als mit unzähligen gezielten Pinselstrichen.

Dieses Vorgehen stößt allerdings an seine Grenzen, wenn es um Modelle mit vielen großen und glatten Flächen geht.

Sector Mechanicus Geländestück (GW): Das aufgetragenen Wash hinterlässt Flecken.

Wie in dem Beispielbild zu sehen ist, hat das Wash hier unregelmäßige Verfärbungen und Flecken hinterlassen. Auf glatten Flächen mit vergleichsweise wenig Vertiefungen kann das Wash nirgends hinfließen und sammelt sich mehr oder weniger zufällig auf den Flächen. Wenn es dann trocknet, entstehen diese Flecken (auch coffee stains, also Kaffee Flecken, genannt). Zwar gibt es Möglichkeiten, diese Flecken zu reduzieren (siehe dazu weiter unten), doch eigentlich ist in diesen Fällen der große Moment des alternativen Vorgehens gekommen.

Pin washing

Pin washing ist erst einmal deutlich zeitintensiver als das ganzflächige Washen. Allerdings relativiert sich dies etwas, wenn man die Zeit bedenkt, die die Korrektur von Flecken und ungewollten Verfärbungen in Anspruch nehmen kann.

Wie bereits oben angesprochen bietet sich der gezielte Einsatz von Wash vor allem bei Modellen mit vielen größeren und glatten Flächen an. Dies gilt beispielsweise für Autos und Panzer, aber auch Battletech Mechs oder Games Workshops Space Marines.

Des Weiteren sollten man immer dann über den Einsatz von pin washing nachdenken, wenn man mit hellen Farben arbeitet und ein farblich leuchtendes Ergebnis anstrebt. Washes dunkeln die darunterliegende Farbschicht immer ab. Natürlich könnte man nach dem ganzflächigen Washen auch nochmals die Grundfarbe an den höher liegenden Stellen auftragen, doch würde man hier mehrere dünne Schichten benötigen, um zu einem sauberen und glatten Ergebnis zu kommen und das wiederum kostet dann wieder mehr Zeit als das pin washing.

Wie wendet man Wash an und was gibt es zu beachten?

Je nachdem, ob man das Wash ganzflächig oder gezielt aufträgt, gibt es unterschiedliche Dinge zu beachten.

In beiden Fällen gilt jedoch: Bevor man den Pinsel das erste Mal mit dem Wash in Berührung kommen lässt, sollte man ihn in sein Wasserglas tunken und kurz auf etwas Haushaltspapier oder Ähnlichem abtupfen. Feuchtet man den Pinsel nicht an, zieht sich das Wash sofort durch die Haare in den Bereich der Zwinge (zum Aufbau eines Pinsels siehe auch hier). Dort lässt dich die Farbe kaum noch herausbekommen und ruiniert einem früher oder später den Pinsel.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Farben kann Wash so einsetzen, wie man es gekauft hat. Ein weiteres Verdünnen/ Strecken ist nicht zwingend notwendig. Warum es trotzdem oftmals eine gute Idee ist, erfährst du weiter unten.

Ganzflächig aufgetragenes Wash

Der Pinsel

Für diesen Einsatz von Wash ist es von Vorteil, wenn man mit einem Pinsel mit bauchigem Besatz arbeitet, der ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann. Es ist dabei empfehlenswert, nicht seinen besten Pinsel zu verwenden, da die Gefahr, dass beim Washen Farbe in den Bereich der Zwinge gerät, doch recht groß ist.

Auftragen des Washes

Im Vergleich mit anderen Farben kann man Wash recht großzügig auftragen. Denn man möchte ja, dass die Farbe in die Vertiefungen des Modells laufen kann. Ich empfinde es als ideal, wenn sich die Haare meines Pinsels schon etwas auffächern, weil sie sich mit Flüssigkeit vollgesogen haben. Gleichzeitig sollte aber kein dicker Tropfen an der Pinselspitze hängen, denn man möchte seine Miniatur ja auch nicht völlig überfluten. Zum einen läuft überschüssige Farbe ohnehin an der Miniatur herunter und verursacht unter Umständen eine Sauerei auf dem Arbeitsplatz. Zum anderen – und das ist das eigentliche Problem – trocknen zu tiefe Wash-Pfützen sehr unsauber: Es entstehen unschöne Ränder und einige dunkle Washes trocknen mit einem hellgrauen bis weißen Schleier (Nuln Oil von GW/Citadel ist dafür berüchtigt). Letzteres liegt vermutlich daran, dass die Farbe an der Oberfläche schneller als der darunterliegende Rest trocknet. Die Feuchtigkeit in der Farbe kann also nicht vollständig entweichen und führt zu diesem Grauschleier.

Sobald sich das Wash auf der Miniatur befindet, kann man damit beginnen, die Farbe weiter zu verteilen bzw. hin- und herzuschieben. Da Wash so flüssig ist, hat man ausreichend Zeit dazu. Achte dabei besonders darauf, dass du jede Stelle der zu washenden Fläche auch wirklich mit Farbe benetzt. Übersiehst du etwas, sticht diese Stelle später farblich deutlich heraus.

Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle noch auf das sogenannte dipping verweisen. Dabei wird die Miniatur einfach in eine große Farbdose mit Wash getaucht. Anschließend lässt man überschüssige Farbe abtropfen. Recht bekannt ist dabei das Produkt von Army Painter (*), das auch gleichzeitig als Schutzlack fungiert. Ich persönlich kann dieses Verfahren nicht empfehlen, da das Ergebnis doch recht grob ausfällt. Wenn man damit zufrieden ist (weil man z.B. unzählige Miniaturen in kurzer Zeit bemalen möchte), mag diese Methode einen Versuch wert sein – ich selbst kann mich damit nicht anfreunden.

Flecken und Grauschleier vermeiden

Um auffällige Trocknungsränder oder gar Grauschleier zu vermeiden, solltest du dir die Vertiefungen des Modells noch einmal genau ansehen. Hast du den Eindruck, dass sich darin übermäßig viel Farbe sammelt, kannst du diese mit deinem Pinsel wieder entnehmen. Halte dazu einfach deine (abgetrocknete) Pinselspitze in die Mitte der Vertiefung und ein Teil des Washes wird sich in den Pinsel ziehen. Was genau „übermäßig viel Farbe“ ist, lässt sich pauschal nicht 100%ig genau bestimmen. Es ist aber durchaus sinnvoll vorerst nur eine Testminiatur zu washen (ggf. ein Foto zu machen) und trocknen zu lassen. Dieser Test dient dann (ggf. zusammen mit dem Foto) als Orientierungspunkt, ob man beim nächsten Mal mit etwas mehr oder weniger Wash arbeiten sollte. Nachdem man ein paar Miniaturen bemalt hat, hat man aber ohnehin ein Gefühl für die richtige Menge.

Es ist empfehlenswert seine Miniatur nach wenigen Minuten noch einmal in die Hand zu nehmen und erneut nach unerwünschten Pfützen zu überprüfen. Es dauert teilweise etwas, bis das Wash seinen Weg findet.

Eine andere Möglichkeit, um ein unsauberes Ergebnis zu vermeiden, ist das Strecken des Washes mit einem entsprechenden Medium (warum der Begriff „verdünnen“ in diesem Fall nicht ganz korrekt ist, erfährst du hier). Ich persönlich verwende hierzu ausschließlich Lahmian Medium von GW, da dessen Konsistenz genau der Konsistenz eines Washes entspricht. Von einem Verdünnen mit Wasser würde ich bei Washes abraten, da dies das Entstehen von Grauschleiern eher noch begünstigt (was vermutlich an dem unterschiedlichen Trocknungsverhalten von Medium und Wasser liegt). Das gestreckte Wash jedenfalls beinhaltet – gemessen an seiner Gesamtmenge – weniger Farbpigmente als das reine Wash. Die Chance, dass sich die Pigmente unerwünscht stark an bestimmten Stellen ablagern, ist also geringer.

Metallics

Die meisten Washes trocknen recht matt, was üblicherweise zur Folge hat, dass Metallic-Farben ihren Glanz verlieren. Dieser Effekt kann bei verwittertem Metall durchaus erwünscht sein, ist aber oftmals eher störend.

Wenn man vorhat nach dem Washen der Miniatur ohnehin noch Highlights zu setzen (egal ob durch Trockenbürsten, Kantenakzente oder anderes) und man dafür eine Metallic-Farbe verwendet, reicht dies meistens aus, um einen angemessenen metallischen Glanz zu erzeugen. Den meisten Betrachtern wird vermutlich gar nicht auffallen, dass eigentlich nur noch Teile des Metalls glitzern.

Eine andere Möglichkeit stellt das anschließende Lackieren der metallischen Bereich mit Glanzlack dar (beispielsweise mit GWs/Citadels ‚Ardcoat (*)). Der erzielte Effekt unterscheidet sich zwar durchaus etwas vom Glitzern einer Metallic-Farbe, ist aber für viele Hobbyisten überzeugend genug.

Letztendlich bleibt noch die Möglichkeit, metallische Bereiche beim Washen einer Miniatur einfach auszusparen bzw. sie ganz gezielt nur an einzelnen Stellen zu washen.

Nachbearbeitung

Die Nachbearbeitung der gewashten Stellen ist ein optionaler Schritt und hängt davon ab, welches farbliche Ergebnis du erzielen möchtest und du ggf. noch Unsauberkeiten ausbessern möchtest.

„Nachbearbeitung“ kann hier z.B. bedeuten, dass du eine Stelle noch einmal mit einem Wash versiehst, um einen noch stärkere Effekt zu erzielen.

Vor allem bei besonders kleinen Miniaturen oder Figuren mit vielen Details kann es aber auch bedeuten, dass man eine weitere Schicht der Grundfarbe (oder auch mehrere) auf alle Stellen bis auf die Vertiefungen aufbringt, um den ursprünglichen Farbton wieder hervorzuholen. Ein Beispiel für dieses Vorgehen findest du im 2. Schritt meines Dreischritts für Einsteiger. Dieses Vorgehen ist auch recht typisch für die Bemalanleitungen von Games Workshop, die sich im White Dwarf oder auf Warhammer TV finden lassen.

Pin-washing

Der Pinsel

Der Pinsel sollte eine recht gute Spitze haben, da man ja Punktgenau arbeiten können möchte. Der Haarkörper muss nicht so breit sein wie beim oben beschriebenen Verfahren, aber ein wenig Volumen hilft auch hier, damit nicht immer wieder abgesetzt werden muss. Ich verwende für diese Arbeiten einen da Vinci Serie 1526Y, Größe 2 (*).

Vorbereitung der Oberfläche

Wenn man möchte, kann man die zu washende Oberfläche mit einem Glanzlack versiegeln. Dieser Schritt ist keinesfalls zwingend notwendig, kann einem die Arbeit jedoch durchaus erleichtern. Grundsätzlich kann man hierfür Sprühlack aus der Dose (z.B. von Vallejo (*)) oder auch Lack zum Airbrushen oder Aufpinseln verwenden (z.B. wiederum von Vallejo (*)). Das Aufpinseln des Lacks zu diesem Zweck funktioniert allerdings nur mit gewissen Einschränkungen, da man Gefahr läuft den Lack zu dickflüssig aufzutragen und eine Pinselstrichstruktur zu hinterlassen. Diese wiederum könnte das Fließen des Washes behindern.

Die vom Glanzlack erzeugte Oberfläche ist sehr glatt – glatter als die einer normalen Acrylfarbe. Dem Wash wird dadurch seine Aufgabe erleichtert, in die vorgesehenen Vertiefungen zu rutschen – es fließt dabei teilweise von alleine an die richtigen Stellen. Die Arbeit geht einem also leichter von der Hand. Noch besser funktioniert dies, wenn man mit einem gloss Wash arbeitet. Games Workshop beispielsweise bietet seine drei besonders beliebten Washes Reikland Fleshshade, Nuln Oil und Agrax Earthshade auch in einer gloss Variante (*) an.

Wenn man nach dem Washen (und der eventuell notwendigen Nachbearbeitung) seine Miniatur mit einem Mattlack versieht, verschwindet der Glanz des Glanzlacks und man kann, wenn man möchte, seine Modell in Ruhe weiterbemalen.

Auftragen des Washes

Das Wash wird mit dem Pinsel ziehend aufgetragen. Dabei ist nahezu kein Druck nötig. Normalerweise beginne ich an einer Ecke und ziehe die Farbe an einer Innenkante oder Vertiefung entland.

Wenn man das Modell vorher mit Glanzlack behandelt hat und/oder die Strukturen des Modells es hergeben, läuft dabei das Wash teilweise von alleine an den Vertiefungen und Innenkanten entlang. In diesen Fällen ist zu beachten, dass sich das Wash immer den Weg des geringsten Widerstands suchen wird. Das bedeutet z.B. das es an den Linien entlangläuft, wo zwei Flächen aufeinandertreffen. Die Oberflächenspannung der Flüssigkeit ist so gering beschaffen, dass das Wash gute Fließeigenschaften aufweist und teilweise wie von selbst läuft. Gleichzeit ist aber noch genug Oberflächenspannung vorhanden, dass es sich an Kanten des Modell „festhält“ und an ihnen entlangfließt.

Dieser Effekt funktioniert nicht überall gleich gut und, wie gesagt, die Form des Modells spielt dabei natürlich eine Rolle. An der Stelle, auf die der obere Pfeil zeigt, musste das Wash von mir komplett mit der Pinselspitze gezogen werden. Es hat sich also in der Handhabung nur wenig von „normaler“ Farbe unterschieden.

Bei der Niete, die vom mittleren Pfeil angezeigt wird, lief das Wash schon eigenständiger um die Form herum. Bei solchen Nieten oder Bolzen reicht es oft, wenn man einen kleinen Tropfen Wash oben auf die Niete gibt. Das Wash fließt größtenteils von der Niete herunter und um sie herum. Anschließend kann man die höchste Stelle der Niete noch mit etwas Haushaltspapier oder auch einfach dem Finger abtupfen und so von Washresten befereien.

Bei der Stelle, die vom unteren Pfeil angezeigt wird, habe ich das Wash einfach nur zweimal in die Vertiefung getupft und das Wash hat sich seinen Weg selbst gesucht.

Das Hervorheben von Innenkanten und Vertiefungen durch feine (meist dunkle) Linien, wird im Übrigen auch panel lining genannt.

Nachbearbeitung

Entscheidet man sich bei der Vorbereitung der Oberfläche für einen Sprühlack aus der Dose (wie beispielweise den Acrylic Gloss Varnish von Vallejo (*)), hat dies sogar noch einen weiteren Vorteil: Trocknet etwas Wash an einer unerwünschten Stelle an, kann man dies mit einer Pinselspitze Airbrush Reiniger (*) normalerweise recht gut entfernen. Der Sprühlack ist dabei so robust, dass man an der entsprechenden Stelle durchaus etwas herumwischen kann, ohne dass man Sorge haben muss, darunterliegende Farbschichten zu beschädigen. Für diese Aufgabe bietet sich ein Wattestäbchen (*) oder älterer Pinsel an.

Alternativ kann man natürlich auch unsauber verlaufenes Wash mit dünnen Schichten der Grundfarbe übermalen.

Welche Washes sind empfehlenswert?

Meine persönlichen Favoriten sind die Washes bzw. Shades von Games Workshop/ Citadel (*). Sie weisen genau die Fließfähigkeit auf, mit der ich gerne arbeite. Vor allem, wenn man sie mit etwas Lahmian Medium streckt, trocknen sie vergleichsweise fleckenfrei. Außerdem gibt es zwölf verschiedene Farbtöne, aus denen man wählen kann – auch wenn mir das weniger wichtig ist. Wie bereits weiter oben geschrieben, gibt es auch drei Farbtöne als gloss Variante, was sehr praktisch sein kann. Ein gewisser Nachteil ist jedoch der Preis. Mit etwas über 6 Euro für ein 24 ml Fläschchen sind sie ziemlich teuer. Ich selbst verbrauche dann jedoch doch nicht so viel davon, dass mich der Preis abschrecken würde. Allerdings wird jemand, der besonders viel Wash einsetzt, z.B. weil er viel Geländestücke bemalt, vielleicht doch über eine günstigere Alternative nachdenken.

Zu diesen Alternativen zählen sicherlich die Washes von Army Painter. Vor allem Quickshade Strong Tone (*) ist sehr beliebt und ein guter Ersatz für Agrax Earthshade. Mit etwas über 3 Euro für 18 ml ist dieses Wash deutlich günstiger. (Hinweis: Man sollte sich nicht dadurch irritieren lassen, dass es als „Ink“ beworben wird. Es handelt sich dennoch um ein Wash.)

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass sich auch die Contrast Farben von Games Workshop/ Citadel als Wash nutzen lassen, wenn man sie mit dem dazugehörigen Contrast Medium streckt. (Das genaue Verhältnis variiert von Farbe zu Farbe. Als groben Richtwert kann man 1:1 annehmen.) Kostentechnisch bietet dies zwar keinen Vorteil, doch erhält man hierdurch eine noch größere Auswahl (34 Farben!) an (fast) fertigen Washes.

Neben den Marken der Washes stellt sich natürlich auch die Frage, welche Farbtöne man wirklich benötigt. Eine breite Auswahl zur Verfügung zu haben, kann praktisch sein, doch ich persönlich greife vermutlich in 95% aller Fälle auf eine der folgenden Farben zurück: Schwarz, Braun, Sepia oder Fleischfarben/Rotbraun. Ansonsten hängt die Wahl der nötigen Farbtöne natürlich auch immer vom eigenen Projekt ab.

Für die wenigen Fällen, in denen man einmal eine andere Washfarbe benötigt, kann man sich diese auch recht leicht selbst herstellen. Das Herstellen eigener Washes ist sicherlich auch für diejenigen interessant, die viel davon verbrauchen. Selbst gemachte Washes sind günstig, allerdings bekommt man einen Teil der Zutaten dafür nur in recht großen Gebinden und diese sind wiederum für viele von uns schlichtweg überdimensioniert.

Wie stelle ich mein eigenes Wash her?

Ein Wash lässt sich mit wenig Mühe aus Acrylmedium, flow improver, destilliertem Wasser und „normaler“ Acrylfarbe zusammenmischen. Man findet dabei im Internet, u.a. auf YouTube eine ganze Reihe von möglichen Rezepten. Wie genau man die einzelnen Teile zusammenmischen sollte, hängt allerdings natürlich auch von den eigenen Bemalvorlieben ab. Letztendlich ist neben der Preisfrage auch die Individualisierung des Washes ein Argument für das eigene Anmischen.

Ich möchte an dieser Stelle eine Mischung empfehlen, das ich aus einem von Lester Bursley Videos kenne: Man mischt dabei destilliertes Wasser mit flow improver in einem Verhältnis von 10:1 (also beispielsweise 100 ml Wasser mit 10 ml Farbflussverbesserer). Diese Flüssigkeit wird dann wiederum in einem 1:1 Verhältnis mit Acrylmedium/ Mattmedium gemischt (also z.B. 110 ml Wasser-flow improver-Gemisch mit 110 ml Medium). Sowohl Mattmedium als auch Farbflussverbesserer gibt es von allen möglichen Herstellern für Künstlerbedard, wie beispielsweise Liquitex (*). Das Ergebnis ist ein farbloses Wash (oder auch ein Lahmian Medium Ersatz).

Um das Wash nun noch einzufärben verwendet man einfach „normale“ Acrylfarbe oder aber – vor allem wenn man ein möglichst transparentes Wash anstrebt – ein Ink. Die Farbmenge ist dabei so gering, dass man sie in Tropfen angeben kann. Das genaue Mischungsverhältnis hängt natürlich von der Farbe ab – sowohl von der Marke als auch vom Farbton. Marken, deren Farben sich durch eine hohe Pigmentdichte auszeichnen, benötigen weniger Tropfen als Farben mit eher wenigen Pigmenten. Von helleren Farbtönen benötigt man mehr Tropfen als von dunklen Farbtönen. Als ganz groben Richtwert kann man 1 Tropfen pro ml Flüssigkeit ansehen. Das bedeutet, dass man pro Töpfchen der aktuellen Games Workshop/Citadel Wash Serie nur etwa 24 Tropfen Farbe bräuchte.

Es ist dabei grundsätzlich sinnvoll, sich „von unten“ an die korrekte Farbmenge heranzutasten. Wenn man beispielsweise ein schwarzes Ink (sehr farbintensiv) zum Einfärben des Washes verwendet, sollte man die 1-Tropfen-pro-ml-Regel deutlich unterschreiten und eher mit 1 Tropfen auf 2 ml beginnen. Nachfärben ist später jederzeit möglich – herausfiltern von Pigmenten oder gar Farbstoffen klappt jedoch nicht (ohne entsprechende Laborausrüstung 😉 ).

Abschließende Bemerkungen

Dieser Artikel ist mal wieder recht lang geworden – deutlich länger als ich vor dem Beginn des Schreibens vermutet hätte. Wenn du bis zu diesem Punkt durchgehalten hast, dann danke ich dir für deine Aufmerksamkeit und hoffe, dass vielleicht die eine oder andere nützliche Information für dich enthalten war.

Demnächst (vermutlich in meinem nächsten Artikel) werde ich noch einmal gesondert auf den Einsatz von Öl-Washes eingehen.

9 Replies to “Washing, Acryl”

  1. Habe zu den letzten paar Artikeln nichts geschrieben daher nun hier gesammelt: Danke für deine ausführlichen Berichte. Lass sie ruhig so lang, genau das zeichnet sie auch aus. Wenn ich kurze Übersichten zu einem Thema haben will finde ich die zuhauf, solche detaillierten Beschreibungen zu den Themen gibt es sehr selten.

    Zum Thema: Von den GW Washes benutze ich Seraphim Sepia sehr viel auf Gold und auch Reikland Fleshshade wird häufig benutzt. Die Washes von Army Painter kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Ich nutze neben Strong Tone (Braun) und Dark Tone (Schwarz) noch Light Tone (helleres Braun, wenn die Kontraste nicht so stark ausfallen sollen) und Red Tone (Rot) und bin ebenfalls sehr zufrieden mit denen.
    Den von dir angesprochenen Preis finde ich dabei tatsächlich einen nicht zu verachtenden Aspekt. Zudem nerven mich die GW Farbtöpfe. Ich hatte schon so häufig Probleme mit den Gumminubsies hinten oder eben auch dem Verschluss ganz allgemein, dass mir die Droppen Bottles lieber sind. Wenn man dann noch weniger bezahlt ist es natürlich umso besser.

    Ebenfalls empfehlenswert finde ich die Washes von Vallejo, habe da aber erst seit kurzem Erfahrungen mit gesammelt. Gut gefällt mir zum Beispiel „Pale Grey“ welches sich sehr gut für Schattierung von weissen Stellen eignet, weil es in den Ritzen einen leicht gräulichen Schleier hinterlässt.

    „Wood Grain“ und „Smoke“ gelten als Translucent Washes bei Vallejo die ich mir als Contrast Alternative zugelegt habe (nur zum Testen eigentlich). Smoke ist aber eine sehr merkwürdig dickflüssige Farb/Washmischung und mir bisher doch nicht so klar, wo ich das verwenden soll. Wood Grain hingegen ist ganz nett und geht, aufgetragen auf eine helle Grundfarbe, tatsächlich in eine Contrast Richtung.

    Meinst du denn, dass auch mit Pinsel aufgetragener Glanzlack die Fliesseigenschaften positiv beeinflussen würde? An Sprühlack traue ich mich nicht dran und lackiere daher nur mit Pinsel, kann mir aber vorstellen, dass das nicht glatt genug ist im Vergleich zur Sprühvariante.

  2. Hallo Morente,

    vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Es fällt mir grundsätzlich schwer, mich kurzzufassen und dass es für meine längeren Texte auch eine Zielgruppe gibt, freut mich natürlich.

    Das Aufpinseln von Glanzlack funktioniert, allerdings nur mit klaren Einschränkungen, da dieser schnell zu dick aufgetragen werden kann und dann ggf. eine Pinselstrichsruktur aufweist. (Ich werde das jetzt gleich auch noch im Artikel ergänzen.) Der Vorteil ist allerdings, dass er zielgerichtet auch auf Details aufgetragen werden kann, wenn man den Rest des Modells nicht lackieren möchte.
    Das Aufsprühen von Glanzlack mit einer Dose ist allerdings im Vergleich zu Mattlack eher unproblematisch und durchaus eine Überlegung wert. In meinem nächsten Artikel zum Öl-Wash werde ich darauf auch noch mal eingehen. Richtig gut funktioniert das Lackieren natürlich mit nem Airbrush (wenn man denn zu den Glücklichen gehört, die auf einen zugreifen können), weil der Lack hauchdünn aufgetragen werden kann und man theoretisch zig Schichten übereinanderlegen könnte.

    Vielen Dank auch zu deinen Erfahrungsberichten zu den Washes anderer Anbieter. Die Washes von Vallejo habe ich bisher (und das überrascht mich sehr) bisher noch nicht ausprobiert. Die Erfahrungsberichte, die ich dazu gelesen bzw. angeschaut habe, sind unterschiedlich ausgefallen. Manche sehen sie ähnlich positiv wie du, andere weisen darauf hin, dass sie eher zu Flecken neigen als die GW Washes. Preislich sind sie ja wirklich attraktiv, aber da ich sie bisher noch nicht ausprobiert habe, habe ich sie in meinem Artikel auch nicht erwähnt. Deine positiven Erfahrungen motivieren mich aber, das nachzuholen.

  3. Vielen Dank für für deine tolle Arbeit.
    Die Grundlagen sind wirklich verdammt gut geschrieben.
    Ist eine enorme Hilfe.

    Grüße
    Christian

  4. Sehr informativer Beitrag. Wie alle deiner bisherigen Artikel. Großen Respekt und vor allem auch Dank für die Mühe, die du dir gibst. Mach weiter so, gerne weiterhin so ausführlich. Das machen deine Artikel ja auch aus!
    Viele Grüße
    Chris

    1. Hallo Chris,
      vielen Dank für die freundlichen Worte. Der nächste Artikel (in gewohnter Länge 🙂 ) sollte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich wollte heute am früheren Abend eigentlich noch etwas Zeit in den Artikel stecken, doch mein Computer hatte kurz vorher (von mir unbemerkt) beschlossen, erst einmal für ein paar Stunden upzudaten… Aber das Wochenende hat ja gerade erst begonnen.

  5. Jetzt mal für ganz blöde, wenn die Grundfarbe schwarz ist zb das batman Cape dann kann ich auch nicht washen oder?! Weil dunkler als schwarz geht ja nicht, oder soll ich dann ein schwarz grau nehmen?

    1. Hallo Stefan,
      ja, deine Überlegung ist richtig. Wenn die Grundfarbe bereits schwarz ist, ergibt ein schwarzes Wash keinen Sinn. Aus diesem Grund verwendet man normalerweise bei der Darstellung von Schwarz kein reines Schwarz als Grundfarbe, sondern z.B. ein sehr dunkles Grau. Alternativ kann man dem Schwarz aber auch einen „farbigen“ Touch geben, indem man z.B. ein sehr dunkles Dunkelblau oder Dunkelgrün als Grundfarbe verwendet.

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