Washing, Acryl

Eine der zeitsparensten Strategien beim Bemalen von Miniaturen ist sicherlich, dass man versucht die Form des Modells für sich arbeiten zu lassen. Eine typische Anwendungssituation für diese Strategie ist beispielsweise das Trockenbürsten, da hier das Modell dabei mithilft, dass Farbe an den gewünschten Stellen abgestriffen wird. Doch auch der Einsatz von Wash auf einer Miniatur (auch „shaden“ oder „tuschen“ genannt) fällt unter diese Strategie.

Das flüssige Wash fließt wie von Zauberhand in die Vertiefungen des Modells und betont dabei dessen Details. Eine gewashte Figur sieht immer schon viel fertiger aus als eine Miniatur, auf der nur die Grundfarben geblockt wurden. Es gilt somit vielen Hobbyisten als liquid talent (also flüssiges Talent) und ist deswegen auch Bestandteil des an anderer Stelle von mir beschriebenen Dreischritts für Einsteiger.

Ähnlich dem Trockenbürsten kann man mit dieser Technik schnell gute Ergebnisse erzielen. Und ähnlich dem Trockenbürsten übertreiben es einige Maler mit ihrem Einsatz. Auch hierauf werde ich im Folgenden noch eingehen.

Wenn ich in diesem Artikel von Wash spreche, meine ich im Übrigen ausschließlich Acryl-Washes. Einen weiteren Artikel zum Einsatz von Öl-Washes findest du hier. Statt des Begriffs Wash verwenden einige Hobbyisten auch das Synonym Shade. (Eine Abgrenzung zu Inks, die nur auf den ersten Blick einem Wash ähnlich sehen, findest du hier.)

Was ist ein Wash und was macht es aus?

Ein Wash besteht aus den gleichen Bestandteilen, wie jede andere Acrylfarbe, also Pigmenten, Bindemittel (Acryl), Lösemittel (Wasser) und ggf. weiteren Farbzusätzen (mehr Informationen dazu findest du hier). Allerdings weichen die Verhältnisse der Bestandteile zueinander deutlich von denen einer „normalen“ Acrylfarbe ab.

Der Anteil der Pigmente ist vergleichsweise gering, da ein Wash nicht deckend aufgetragen werden soll. Außerdem ist der Anteil des Lösemittels höher als bei anderen Acrylfarben, da die Farbe sehr flüssig sein sollte. Um die Fließfähigkeit des Wash noch weiter zu verstärken beinhalten Washes in der Regel auch flow improver.

Das Ergebnis dieser Mixtur ist also eine sehr flüssige, nicht deckende Farbe mit guten Fließeigenschaften.

von links nach rechts: Dryad Bark (Acrylfarbe von GW); Brown Leather (Acrylfarbe von Scale 75); Agrax Earthshade (Wash/Shade von GW/Citadel)

Wie man in dem Beispielfoto oben sehen kann, decken die beiden „normalen“ Acrylfarben recht gut und lassen sich gleichmäßig auftragen. Beim Wash hingegen scheint der Untergrund durch und die Pigmente sammeln sich an der Stelle, an der ich den Pinsel abgesetzt habe (da es hier keine Vertiefungen gibt, in die sie hätten hineinfließen können).

Wozu setzt man Wash ein?

Ich habe anfangs bereits Gründe, die für den Einsatz eines Wash sprechen, angerissen. Grundsätzlich sind der Fantasie beim der Verwendung dieser dünnen Farben auch keine Grenzen gesetzt. Ich selbst setze Wash jedoch in der Regel aus den folgenden Gründen ein. Wobei natürlich nicht in jedem Fall jeder Grund zutrifft.

Stufenlose Schattierungen

Der vermutlich wichtigste Grund, aus dem man ein Wash einsetzt, wurde bereits genannt: Das Wash läuft in die Vertiefungen der Miniatur, dunkelt diese ab und erzeugt somit Schatten. Diese wiederum erzeugen Tiefe und lassen das Modell deutlich interessanter erscheinen. Hierbei handelt es sich nicht um einen „ganz oder gar nicht“-Effekt, sondern um ein graduelles Phänomen: Je tiefer eine Vertiefung liegt, desto mehr Flüssigkeit sammelt sich darin und desto dunkler wird sie. Im Idealfall erhält man durch den Einsatz von Wash also stufenlose Schattierungen auf dem Modell. (Ganz so simpel ist es dann leider meist doch nicht, aber dazu später mehr.)

Hervorheben von Details

Wash legt sich auch um kleinste Details, wie beispielsweise Nieten und Schraubenköpfe und betont sie auf diese Weise. Natürlich überschneidet sich dieser Effekt auch mit dem vorher genannte Punkt. Man könnte dies auch als eine Art abgeschwächtes Blacklining bezeichnen. (Beim Blacklining setzt man eine dunkle Linie zwischen zwei Elemente einer Miniatur, um sie optisch klar voneinander zu trennen. Comiczeichnungen sind typische Vertreter dieses Stils.)

Abdunkeln der Grundfarben

Wenn man ein Wash großflächig aufträgt, dunkelt man automatisch auch die ursprüngliche Grundfarbe ab. Dies ist z.B. praktisch, wenn man einem Modell einen insgesamt düsteren oder auch dreckigeren Look verpassen möchte. Außerdem kann man bewusst nur einzelne Stellen eines Modells abdunkeln, um den allgemeinen Kontrast zu erhöhen oder um ggf. den Blick auf andere (hellere) Stellen der Miniatur zu lenken.

Problematisch wird dieser Effekt oftmals dann, wenn man sich vermalt hat und etwas korrieren muss. Die eigentliche Grundfarbe ist heller als die mit einem Wash abgedunkelte Fläche und Korrekturen stechen deshalb unschön heraus. Das erneute Abdunkeln der korrigierten Stellen ist möglich, sollte aber sehr sorgsam vorgenommen werden, damit keine Bereiche doppelt gewasht werden und somit noch dunkler geraten.

Zusammenfügen der Farben

Es bietet sich oftmals an, Bereiche auf einem Modell, die man mit unterschiedlichen Farben bemalt hat, mit dem gleichen Wash zu behandeln. Wenn ein Modell also zum Beispiel eine rote Tunika, braune Lederbänder und silberne Rüstungsteile aufweist, kann man trotzdem alle Elemente gleichzeitig beispielsweise braun washen. Auf diese Weise verbindet man die einzelnen Elemente optisch zu einem Ganzen.

Skelett (Mantic) – links: nur Grundfarben geblockt; rechts: Grundfarben mit Wash

Alle bisher genannten Effekte lassen sich auf dem obigen Beispielfoto beobachten. Auf dem Skelett links wurde nur die Hauptfarben des Modells geblockt (Thar Brown und Decayed Metal von Scale 75, Khorne Red von GW und Gunmetal Grey von Vallejo Metal Color). Auf der rechten Seite sieht man die selbe Figur mit einer Schicht Agrax Earthshade von GW. Die roten Stofffetzen, aber auch die Knochen des rechten Skeletts, weisen unterschiedlich tiefe bzw. dunkle Schatten auf. Details wie die Knochen des Brustkorbes oder auch das Gesicht sind nun deutliche auszumachen. Das Modell wirkt insgesamt düsterer und die einzelnen Elemente der Miniatur sehen nicht mehr so aus, als wären sie aneinandergeklebt.

Statt „normaler“ Grundfarben

Ein eher untypischer, aber durchaus interessanter Anwendungsbereich von Washes ist ihr Einsatz als „normale“ Farbe direkt auf eine helle Grundierung.

Poxwalkers (GW): Haut und Hörner wurden mit Washes bemalt

In dem Beispiel oben habe ich die Haut komplett mit Reikland Fleshshade und stellenweise mit Druchii Violet oder Athonian Camoshade bemalt (alles GW). Die Hörner haben zwei Schichten Athonian Camoshade erhalten. (Das Rezept stammt übrigens aus einem Warhammer TV Video.) Lediglich die hellsten Highlights sind „normale“ Farben.

Das Ergebnis wirkt farblich eher entsättigt (also bleich), aber durchaus organisch. Dadurch dass die Washes so flüssig sind, laufen sie ineinander und vermischen sich an die Übergangsstellen. Das so erzeugte blending wirkt recht natürlich.

Welche Farbwahl ist sinnvoll?

Grundsätzlich muss ein Wash immer dunkler sein als der Farbton, auf den er aufgetragen wird. Wenn man eine rote Fläche washen möchte, sollte das Wash also zumindest dunkelrot sein. Bei gelben Flächen bieten sich orange- oder auch sepiafarbene Washes an usw. Es gibt eigentlich für alle Farben bereits passende Washes (beispielsweise von Vallejo (*) oder Games Workshop/ Citadel (*)). Weiter unten schreibe ich außerdem noch etwas dazu, wie man sich aus jeder Farbe sein eigenes Wash herstellen kann.

Natürlich wäre es viel zu langweilig, wenn man jede Farbe immer nur mit einer leicht dunkleren Version ihrer selbst abdunkeln würde. Je nachdem, welches Ergebnis man erzielen möchte, kann man selbstverständlich auch auf andere Farbtöne zurückgreifen.

So greifen beispielsweise viele Tabletop-Spieler, die naturgemäß viele Miniaturen in möglichst kurzer Zeit bemalen möchten, gerne auf Braun oder Schwarz zurück, da diese als „Schattenfarbe“ zu eigentlich jeder anderen Farbe passen. Wie oben bereits beschrieben, führt dies auch dazu, dass die unterschiedlichen Farben der Miniatur eine einheitliche Wirkung erzielen. In Kombination mit helleren Farbtönen führt diese Farbwahl jedoch zu einem unsauberen und ggf. fleckigen Ergebnis. Dieser Effekt kann jedoch durchaus erwünscht sein, um z.B. Schmutz darzustellen.

Je stärker der Farbton des Wash von der Grundfarbe abweicht, desto stärker verändert sich natürlich auch das Erscheinen der Miniatur. Wenn man beispielweise ein rotes Wash auf eine gelbe Fläche aufträgt, wird diese anschließend im Wesentlichen orange aussehen. Die Vertiefungen, in denen sich ja das meiste Wash sammelt, wird die Fläche sogar eine rote Farbe angenommen haben. Dieses Vorgehen erinnert stark ans glazing (nur dass man die Farbe freier laufen lässt) und es macht durchaus Spaß einmal herumzuexperimentieren, wie sich der Farbton einer Miniatur durch unterschiedliche Washes manipulieren lässt.

Welche grundsätzlichen Vorgehensweisen gibt es?

Grundsätzlich kann man beim Einsatz von Wash zwei verschiedene Vorgehensweisen unterscheiden. Zum einen ist da das ganzflächige Washen, wie es oben bei dem Skelett zu sehen ist und zum anderen besteht natürlich auch die Möglichkeit, Wash selektiver einzusetzen. Man spricht dann vom pin washing. Ich erwähnte anfangs, dass manche Hobbyisten Wash (ähnlich dem Trockenbürsten) zu exzessiv einsetzen. Gemeint sind dabei vor allem die Fälle, in denen ein komplettes Modell gewasht wird, obwohl pin washing wohl die sinnvollere Wahl gewesen wäre.

Worin unterscheiden sich ganzflächiges Washen und pin washing?

Wenn ich von „ganzflächig“ spreche, meine ich, dass ein Wash auf eine komplette zusammenhänge Fläche aufgetragen wird. Dies muss nicht zwangsläufig ein komplettes Modell sein. Hätte ich bei dem Skelett oben die Robe mit einem dunkelroten und die Knochen mit einem braunen Wash versehen, würde ich noch immer jeweils von „ganzflächig“ sprechen, solange ich die rote bzw. beige/knochenfarbene Flächen jeweils mit einer durchgehenden Schicht Wash überzogen hätte.

Beim pin-washing hingegen setzt man das Wash zielgerichtet nur an die Stellen, die es abzudunkeln gilt. Das „pin“ darin ist die Kurzform für „pinpoint„, was man als „Nadelspitze“ übersetzen kann (bzw. als Verb gelesen könnte es auch „genau festlegen“ bedeuten).

Ork Pikk-Up Fahrzeugteil (GW) – links: nur die Grundfarbe; rechts: Wash auf den gesamten Blechen sowie Pin-Washing in den Vertiefungen und um die Schrauben und Nieten

In dem Beispielfoto oben kann man rechts den Unterschied zwischen beiden Vorgehen sehen. Das Fahrzeugteil links wurde nur in der Grundfarbe Hellblau von Vallejo Model Air geairbrusht. Rechts wurden die mittig eingelassenen Bleche vollständig gewasht. Alle anderen Vertiefungen dieses Bauteils wurden mit einem pin-washing versehen. (Dass die ungewashten blauen Flächen rechts heller wirken als links, hat lediglich etwas mit den Lichtverhältnissen bei der Aufnahme des Fotos zu tun.)

Wann ist welche Vorgehensweise sinnvoll?

Je nachdem, welches Ziel ich mit dem Washen verfolge, mit welchen Modellen und mit welchen Farben ich arbeite, kann sich eher das eine oder das andere Vorgehen anbieten.

Ganzflächig aufgetragenes Wash

Das ganzflächige Auftragen eines Washes ist sehr verlockend, da es sehr schnell geht. Vor allem dann, wenn man viele Miniaturen in einer kurzen Zeit bemalen möchte, lohnt es sich bei seiner Bemalplanung darüber nachzudenken, welche Grundfarben sich leicht (zusammen) washen lassen.

Zudem sind die beiden oben von mir beschriebenen Punkte „Abdunkeln der Grundfarben“ und „Zusammenfügen der Farben“ nur mit diesem Vorgehen möglich.

Das ganzflächige Washen ist ideal dafür geeignet, auf Modellen mit vielen kleinen Strukturen eingesetzt zu werden. Felle, Kettenhemden, Schuppen etc. lassen sich viel schneller und (für die meisten von uns auch) besser mit einem Wash herausarbeiten als mit unzähligen gezielten Pinselstrichen.

Dieses Vorgehen stößt allerdings an seine Grenzen, wenn es um Modelle mit vielen großen und glatten Flächen geht.

Sector Mechanicus Geländestück (GW): Das aufgetragenen Wash hinterlässt Flecken.

Wie in dem Beispielbild zu sehen ist, hat das Wash hier unregelmäßige Verfärbungen und Flecken hinterlassen. Auf glatten Flächen mit vergleichsweise wenig Vertiefungen kann das Wash nirgends hinfließen und sammelt sich mehr oder weniger zufällig auf den Flächen. Wenn es dann trocknet, entstehen diese Flecken (auch coffee stains, also Kaffee Flecken, genannt). Zwar gibt es Möglichkeiten, diese Flecken zu reduzieren (siehe dazu weiter unten), doch eigentlich ist in diesen Fällen der große Moment des alternativen Vorgehens gekommen.

Pin washing

Pin washing ist erst einmal deutlich zeitintensiver als das ganzflächige Washen. Allerdings relativiert sich dies etwas, wenn man die Zeit bedenkt, die die Korrektur von Flecken und ungewollten Verfärbungen in Anspruch nehmen kann.

Wie bereits oben angesprochen bietet sich der gezielte Einsatz von Wash vor allem bei Modellen mit vielen größeren und glatten Flächen an. Dies gilt beispielsweise für Autos und Panzer, aber auch Battletech Mechs oder Games Workshops Space Marines.

Des Weiteren sollten man immer dann über den Einsatz von pin washing nachdenken, wenn man mit hellen Farben arbeitet und ein farblich leuchtendes Ergebnis anstrebt. Washes dunkeln die darunterliegende Farbschicht immer ab. Natürlich könnte man nach dem ganzflächigen Washen auch nochmals die Grundfarbe an den höher liegenden Stellen auftragen, doch würde man hier mehrere dünne Schichten benötigen, um zu einem sauberen und glatten Ergebnis zu kommen und das wiederum kostet dann wieder mehr Zeit als das pin washing.

Wie wendet man Wash an und was gibt es zu beachten?

Je nachdem, ob man das Wash ganzflächig oder gezielt aufträgt, gibt es unterschiedliche Dinge zu beachten.

In beiden Fällen gilt jedoch: Bevor man den Pinsel das erste Mal mit dem Wash in Berührung kommen lässt, sollte man ihn in sein Wasserglas tunken und kurz auf etwas Haushaltspapier oder Ähnlichem abtupfen. Feuchtet man den Pinsel nicht an, zieht sich das Wash sofort durch die Haare in den Bereich der Zwinge (zum Aufbau eines Pinsels siehe auch hier). Dort lässt dich die Farbe kaum noch herausbekommen und ruiniert einem früher oder später den Pinsel.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Farben kann Wash so einsetzen, wie man es gekauft hat. Ein weiteres Verdünnen/ Strecken ist nicht zwingend notwendig. Warum es trotzdem oftmals eine gute Idee ist, erfährst du weiter unten.

Ganzflächig aufgetragenes Wash

Der Pinsel

Für diesen Einsatz von Wash ist es von Vorteil, wenn man mit einem Pinsel mit bauchigem Besatz arbeitet, der ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann. Es ist dabei empfehlenswert, nicht seinen besten Pinsel zu verwenden, da die Gefahr, dass beim Washen Farbe in den Bereich der Zwinge gerät, doch recht groß ist.

Auftragen des Washes

Im Vergleich mit anderen Farben kann man Wash recht großzügig auftragen. Denn man möchte ja, dass die Farbe in die Vertiefungen des Modells laufen kann. Ich empfinde es als ideal, wenn sich die Haare meines Pinsels schon etwas auffächern, weil sie sich mit Flüssigkeit vollgesogen haben. Gleichzeitig sollte aber kein dicker Tropfen an der Pinselspitze hängen, denn man möchte seine Miniatur ja auch nicht völlig überfluten. Zum einen läuft überschüssige Farbe ohnehin an der Miniatur herunter und verursacht unter Umständen eine Sauerei auf dem Arbeitsplatz. Zum anderen – und das ist das eigentliche Problem – trocknen zu tiefe Wash-Pfützen sehr unsauber: Es entstehen unschöne Ränder und einige dunkle Washes trocknen mit einem hellgrauen bis weißen Schleier (Nuln Oil von GW/Citadel ist dafür berüchtigt). Letzteres liegt vermutlich daran, dass die Farbe an der Oberfläche schneller als der darunterliegende Rest trocknet. Die Feuchtigkeit in der Farbe kann also nicht vollständig entweichen und führt zu diesem Grauschleier.

Sobald sich das Wash auf der Miniatur befindet, kann man damit beginnen, die Farbe weiter zu verteilen bzw. hin- und herzuschieben. Da Wash so flüssig ist, hat man ausreichend Zeit dazu. Achte dabei besonders darauf, dass du jede Stelle der zu washenden Fläche auch wirklich mit Farbe benetzt. Übersiehst du etwas, sticht diese Stelle später farblich deutlich heraus.

Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle noch auf das sogenannte dipping verweisen. Dabei wird die Miniatur einfach in eine große Farbdose mit Wash getaucht. Anschließend lässt man überschüssige Farbe abtropfen. Recht bekannt ist dabei das Produkt von Army Painter (*), das auch gleichzeitig als Schutzlack fungiert. Ich persönlich kann dieses Verfahren nicht empfehlen, da das Ergebnis doch recht grob ausfällt. Wenn man damit zufrieden ist (weil man z.B. unzählige Miniaturen in kurzer Zeit bemalen möchte), mag diese Methode einen Versuch wert sein – ich selbst kann mich damit nicht anfreunden.

Flecken und Grauschleier vermeiden

Um auffällige Trocknungsränder oder gar Grauschleier zu vermeiden, solltest du dir die Vertiefungen des Modells noch einmal genau ansehen. Hast du den Eindruck, dass sich darin übermäßig viel Farbe sammelt, kannst du diese mit deinem Pinsel wieder entnehmen. Halte dazu einfach deine (abgetrocknete) Pinselspitze in die Mitte der Vertiefung und ein Teil des Washes wird sich in den Pinsel ziehen. Was genau „übermäßig viel Farbe“ ist, lässt sich pauschal nicht 100%ig genau bestimmen. Es ist aber durchaus sinnvoll vorerst nur eine Testminiatur zu washen (ggf. ein Foto zu machen) und trocknen zu lassen. Dieser Test dient dann (ggf. zusammen mit dem Foto) als Orientierungspunkt, ob man beim nächsten Mal mit etwas mehr oder weniger Wash arbeiten sollte. Nachdem man ein paar Miniaturen bemalt hat, hat man aber ohnehin ein Gefühl für die richtige Menge.

Es ist empfehlenswert seine Miniatur nach wenigen Minuten noch einmal in die Hand zu nehmen und erneut nach unerwünschten Pfützen zu überprüfen. Es dauert teilweise etwas, bis das Wash seinen Weg findet.

Eine andere Möglichkeit, um ein unsauberes Ergebnis zu vermeiden, ist das Strecken des Washes mit einem entsprechenden Medium (warum der Begriff „verdünnen“ in diesem Fall nicht ganz korrekt ist, erfährst du hier). Ich persönlich verwende hierzu ausschließlich Lahmian Medium von GW, da dessen Konsistenz genau der Konsistenz eines Washes entspricht. Von einem Verdünnen mit Wasser würde ich bei Washes abraten, da dies das Entstehen von Grauschleiern eher noch begünstigt (was vermutlich an dem unterschiedlichen Trocknungsverhalten von Medium und Wasser liegt). Das gestreckte Wash jedenfalls beinhaltet – gemessen an seiner Gesamtmenge – weniger Farbpigmente als das reine Wash. Die Chance, dass sich die Pigmente unerwünscht stark an bestimmten Stellen ablagern, ist also geringer.

Metallics

Die meisten Washes trocknen recht matt, was üblicherweise zur Folge hat, dass Metallic-Farben ihren Glanz verlieren. Dieser Effekt kann bei verwittertem Metall durchaus erwünscht sein, ist aber oftmals eher störend.

Wenn man vorhat nach dem Washen der Miniatur ohnehin noch Highlights zu setzen (egal ob durch Trockenbürsten, Kantenakzente oder anderes) und man dafür eine Metallic-Farbe verwendet, reicht dies meistens aus, um einen angemessenen metallischen Glanz zu erzeugen. Den meisten Betrachtern wird vermutlich gar nicht auffallen, dass eigentlich nur noch Teile des Metalls glitzern.

Eine andere Möglichkeit stellt das anschließende Lackieren der metallischen Bereich mit Glanzlack dar (beispielsweise mit GWs/Citadels ‚Ardcoat (*)). Der erzielte Effekt unterscheidet sich zwar durchaus etwas vom Glitzern einer Metallic-Farbe, ist aber für viele Hobbyisten überzeugend genug.

Letztendlich bleibt noch die Möglichkeit, metallische Bereiche beim Washen einer Miniatur einfach auszusparen bzw. sie ganz gezielt nur an einzelnen Stellen zu washen.

Nachbearbeitung

Die Nachbearbeitung der gewashten Stellen ist ein optionaler Schritt und hängt davon ab, welches farbliche Ergebnis du erzielen möchtest und du ggf. noch Unsauberkeiten ausbessern möchtest.

„Nachbearbeitung“ kann hier z.B. bedeuten, dass du eine Stelle noch einmal mit einem Wash versiehst, um einen noch stärkere Effekt zu erzielen.

Vor allem bei besonders kleinen Miniaturen oder Figuren mit vielen Details kann es aber auch bedeuten, dass man eine weitere Schicht der Grundfarbe (oder auch mehrere) auf alle Stellen bis auf die Vertiefungen aufbringt, um den ursprünglichen Farbton wieder hervorzuholen. Ein Beispiel für dieses Vorgehen findest du im 2. Schritt meines Dreischritts für Einsteiger. Dieses Vorgehen ist auch recht typisch für die Bemalanleitungen von Games Workshop, die sich im White Dwarf oder auf Warhammer TV finden lassen.

Pin-washing

Der Pinsel

Der Pinsel sollte eine recht gute Spitze haben, da man ja Punktgenau arbeiten können möchte. Der Haarkörper muss nicht so breit sein wie beim oben beschriebenen Verfahren, aber ein wenig Volumen hilft auch hier, damit nicht immer wieder abgesetzt werden muss. Ich verwende für diese Arbeiten einen da Vinci Serie 1526Y, Größe 2 (*).

Vorbereitung der Oberfläche

Wenn man möchte, kann man die zu washende Oberfläche mit einem Glanzlack versiegeln. Dieser Schritt ist keinesfalls zwingend notwendig, kann einem die Arbeit jedoch durchaus erleichtern. Grundsätzlich kann man hierfür Sprühlack aus der Dose (z.B. von Vallejo (*)) oder auch Lack zum Airbrushen oder Aufpinseln verwenden (z.B. wiederum von Vallejo (*)). Das Aufpinseln des Lacks zu diesem Zweck funktioniert allerdings nur mit gewissen Einschränkungen, da man Gefahr läuft den Lack zu dickflüssig aufzutragen und eine Pinselstrichstruktur zu hinterlassen. Diese wiederum könnte das Fließen des Washes behindern.

Die vom Glanzlack erzeugte Oberfläche ist sehr glatt – glatter als die einer normalen Acrylfarbe. Dem Wash wird dadurch seine Aufgabe erleichtert, in die vorgesehenen Vertiefungen zu rutschen – es fließt dabei teilweise von alleine an die richtigen Stellen. Die Arbeit geht einem also leichter von der Hand. Noch besser funktioniert dies, wenn man mit einem gloss Wash arbeitet. Games Workshop beispielsweise bietet seine drei besonders beliebten Washes Reikland Fleshshade, Nuln Oil und Agrax Earthshade auch in einer gloss Variante (*) an.

Wenn man nach dem Washen (und der eventuell notwendigen Nachbearbeitung) seine Miniatur mit einem Mattlack versieht, verschwindet der Glanz des Glanzlacks und man kann, wenn man möchte, seine Modell in Ruhe weiterbemalen.

Auftragen des Washes

Das Wash wird mit dem Pinsel ziehend aufgetragen. Dabei ist nahezu kein Druck nötig. Normalerweise beginne ich an einer Ecke und ziehe die Farbe an einer Innenkante oder Vertiefung entland.

Wenn man das Modell vorher mit Glanzlack behandelt hat und/oder die Strukturen des Modells es hergeben, läuft dabei das Wash teilweise von alleine an den Vertiefungen und Innenkanten entlang. In diesen Fällen ist zu beachten, dass sich das Wash immer den Weg des geringsten Widerstands suchen wird. Das bedeutet z.B. das es an den Linien entlangläuft, wo zwei Flächen aufeinandertreffen. Die Oberflächenspannung der Flüssigkeit ist so gering beschaffen, dass das Wash gute Fließeigenschaften aufweist und teilweise wie von selbst läuft. Gleichzeit ist aber noch genug Oberflächenspannung vorhanden, dass es sich an Kanten des Modell „festhält“ und an ihnen entlangfließt.

Dieser Effekt funktioniert nicht überall gleich gut und, wie gesagt, die Form des Modells spielt dabei natürlich eine Rolle. An der Stelle, auf die der obere Pfeil zeigt, musste das Wash von mir komplett mit der Pinselspitze gezogen werden. Es hat sich also in der Handhabung nur wenig von „normaler“ Farbe unterschieden.

Bei der Niete, die vom mittleren Pfeil angezeigt wird, lief das Wash schon eigenständiger um die Form herum. Bei solchen Nieten oder Bolzen reicht es oft, wenn man einen kleinen Tropfen Wash oben auf die Niete gibt. Das Wash fließt größtenteils von der Niete herunter und um sie herum. Anschließend kann man die höchste Stelle der Niete noch mit etwas Haushaltspapier oder auch einfach dem Finger abtupfen und so von Washresten befereien.

Bei der Stelle, die vom unteren Pfeil angezeigt wird, habe ich das Wash einfach nur zweimal in die Vertiefung getupft und das Wash hat sich seinen Weg selbst gesucht.

Das Hervorheben von Innenkanten und Vertiefungen durch feine (meist dunkle) Linien, wird im Übrigen auch panel lining genannt.

Nachbearbeitung

Entscheidet man sich bei der Vorbereitung der Oberfläche für einen Sprühlack aus der Dose (wie beispielweise den Acrylic Gloss Varnish von Vallejo (*)), hat dies sogar noch einen weiteren Vorteil: Trocknet etwas Wash an einer unerwünschten Stelle an, kann man dies mit einer Pinselspitze Airbrush Reiniger (*) normalerweise recht gut entfernen. Der Sprühlack ist dabei so robust, dass man an der entsprechenden Stelle durchaus etwas herumwischen kann, ohne dass man Sorge haben muss, darunterliegende Farbschichten zu beschädigen. Für diese Aufgabe bietet sich ein Wattestäbchen (*) oder älterer Pinsel an.

Alternativ kann man natürlich auch unsauber verlaufenes Wash mit dünnen Schichten der Grundfarbe übermalen.

Welche Washes sind empfehlenswert?

Meine persönlichen Favoriten sind die Washes bzw. Shades von Games Workshop/ Citadel (*). Sie weisen genau die Fließfähigkeit auf, mit der ich gerne arbeite. Vor allem, wenn man sie mit etwas Lahmian Medium streckt, trocknen sie vergleichsweise fleckenfrei. Außerdem gibt es zwölf verschiedene Farbtöne, aus denen man wählen kann – auch wenn mir das weniger wichtig ist. Wie bereits weiter oben geschrieben, gibt es auch drei Farbtöne als gloss Variante, was sehr praktisch sein kann. Ein gewisser Nachteil ist jedoch der Preis. Mit etwas über 6 Euro für ein 24 ml Fläschchen sind sie ziemlich teuer. Ich selbst verbrauche dann jedoch doch nicht so viel davon, dass mich der Preis abschrecken würde. Allerdings wird jemand, der besonders viel Wash einsetzt, z.B. weil er viel Geländestücke bemalt, vielleicht doch über eine günstigere Alternative nachdenken.

Zu diesen Alternativen zählen sicherlich die Washes von Army Painter. Vor allem Quickshade Strong Tone (*) ist sehr beliebt und ein guter Ersatz für Agrax Earthshade. Mit etwas über 3 Euro für 18 ml ist dieses Wash deutlich günstiger. (Hinweis: Man sollte sich nicht dadurch irritieren lassen, dass es als „Ink“ beworben wird. Es handelt sich dennoch um ein Wash.)

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass sich auch die Contrast Farben von Games Workshop/ Citadel als Wash nutzen lassen, wenn man sie mit dem dazugehörigen Contrast Medium streckt. (Das genaue Verhältnis variiert von Farbe zu Farbe. Als groben Richtwert kann man 1:1 annehmen.) Kostentechnisch bietet dies zwar keinen Vorteil, doch erhält man hierdurch eine noch größere Auswahl (34 Farben!) an (fast) fertigen Washes.

Neben den Marken der Washes stellt sich natürlich auch die Frage, welche Farbtöne man wirklich benötigt. Eine breite Auswahl zur Verfügung zu haben, kann praktisch sein, doch ich persönlich greife vermutlich in 95% aller Fälle auf eine der folgenden Farben zurück: Schwarz, Braun, Sepia oder Fleischfarben/Rotbraun. Ansonsten hängt die Wahl der nötigen Farbtöne natürlich auch immer vom eigenen Projekt ab.

Für die wenigen Fällen, in denen man einmal eine andere Washfarbe benötigt, kann man sich diese auch recht leicht selbst herstellen. Das Herstellen eigener Washes ist sicherlich auch für diejenigen interessant, die viel davon verbrauchen. Selbst gemachte Washes sind günstig, allerdings bekommt man einen Teil der Zutaten dafür nur in recht großen Gebinden und diese sind wiederum für viele von uns schlichtweg überdimensioniert.

Wie stelle ich mein eigenes Wash her?

Ein Wash lässt sich mit wenig Mühe aus Acrylmedium, flow improver, destilliertem Wasser und „normaler“ Acrylfarbe zusammenmischen. Man findet dabei im Internet, u.a. auf YouTube eine ganze Reihe von möglichen Rezepten. Wie genau man die einzelnen Teile zusammenmischen sollte, hängt allerdings natürlich auch von den eigenen Bemalvorlieben ab. Letztendlich ist neben der Preisfrage auch die Individualisierung des Washes ein Argument für das eigene Anmischen.

Ich möchte an dieser Stelle eine Mischung empfehlen, das ich aus einem von Lester Bursley Videos kenne: Man mischt dabei destilliertes Wasser mit flow improver in einem Verhältnis von 10:1 (also beispielsweise 100 ml Wasser mit 10 ml Farbflussverbesserer). Diese Flüssigkeit wird dann wiederum in einem 1:1 Verhältnis mit Acrylmedium/ Mattmedium gemischt (also z.B. 110 ml Wasser-flow improver-Gemisch mit 110 ml Medium). Sowohl Mattmedium als auch Farbflussverbesserer gibt es von allen möglichen Herstellern für Künstlerbedard, wie beispielsweise Liquitex (*). Das Ergebnis ist ein farbloses Wash (oder auch ein Lahmian Medium Ersatz).

Um das Wash nun noch einzufärben verwendet man einfach „normale“ Acrylfarbe oder aber – vor allem wenn man ein möglichst transparentes Wash anstrebt – ein Ink. Die Farbmenge ist dabei so gering, dass man sie in Tropfen angeben kann. Das genaue Mischungsverhältnis hängt natürlich von der Farbe ab – sowohl von der Marke als auch vom Farbton. Marken, deren Farben sich durch eine hohe Pigmentdichte auszeichnen, benötigen weniger Tropfen als Farben mit eher wenigen Pigmenten. Von helleren Farbtönen benötigt man mehr Tropfen als von dunklen Farbtönen. Als ganz groben Richtwert kann man 1 Tropfen pro ml Flüssigkeit ansehen. Das bedeutet, dass man pro Töpfchen der aktuellen Games Workshop/Citadel Wash Serie nur etwa 24 Tropfen Farbe bräuchte.

Es ist dabei grundsätzlich sinnvoll, sich „von unten“ an die korrekte Farbmenge heranzutasten. Wenn man beispielsweise ein schwarzes Ink (sehr farbintensiv) zum Einfärben des Washes verwendet, sollte man die 1-Tropfen-pro-ml-Regel deutlich unterschreiten und eher mit 1 Tropfen auf 2 ml beginnen. Nachfärben ist später jederzeit möglich – herausfiltern von Pigmenten oder gar Farbstoffen klappt jedoch nicht (ohne entsprechende Laborausrüstung 😉 ).

Abschließende Bemerkungen

Dieser Artikel ist mal wieder recht lang geworden – deutlich länger als ich vor dem Beginn des Schreibens vermutet hätte. Wenn du bis zu diesem Punkt durchgehalten hast, dann danke ich dir für deine Aufmerksamkeit und hoffe, dass vielleicht die eine oder andere nützliche Information für dich enthalten war.

Demnächst (vermutlich in meinem nächsten Artikel) werde ich noch einmal gesondert auf den Einsatz von Öl-Washes eingehen.

60 Replies to “Washing, Acryl”

  1. Habe zu den letzten paar Artikeln nichts geschrieben daher nun hier gesammelt: Danke für deine ausführlichen Berichte. Lass sie ruhig so lang, genau das zeichnet sie auch aus. Wenn ich kurze Übersichten zu einem Thema haben will finde ich die zuhauf, solche detaillierten Beschreibungen zu den Themen gibt es sehr selten.

    Zum Thema: Von den GW Washes benutze ich Seraphim Sepia sehr viel auf Gold und auch Reikland Fleshshade wird häufig benutzt. Die Washes von Army Painter kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Ich nutze neben Strong Tone (Braun) und Dark Tone (Schwarz) noch Light Tone (helleres Braun, wenn die Kontraste nicht so stark ausfallen sollen) und Red Tone (Rot) und bin ebenfalls sehr zufrieden mit denen.
    Den von dir angesprochenen Preis finde ich dabei tatsächlich einen nicht zu verachtenden Aspekt. Zudem nerven mich die GW Farbtöpfe. Ich hatte schon so häufig Probleme mit den Gumminubsies hinten oder eben auch dem Verschluss ganz allgemein, dass mir die Droppen Bottles lieber sind. Wenn man dann noch weniger bezahlt ist es natürlich umso besser.

    Ebenfalls empfehlenswert finde ich die Washes von Vallejo, habe da aber erst seit kurzem Erfahrungen mit gesammelt. Gut gefällt mir zum Beispiel „Pale Grey“ welches sich sehr gut für Schattierung von weissen Stellen eignet, weil es in den Ritzen einen leicht gräulichen Schleier hinterlässt.

    „Wood Grain“ und „Smoke“ gelten als Translucent Washes bei Vallejo die ich mir als Contrast Alternative zugelegt habe (nur zum Testen eigentlich). Smoke ist aber eine sehr merkwürdig dickflüssige Farb/Washmischung und mir bisher doch nicht so klar, wo ich das verwenden soll. Wood Grain hingegen ist ganz nett und geht, aufgetragen auf eine helle Grundfarbe, tatsächlich in eine Contrast Richtung.

    Meinst du denn, dass auch mit Pinsel aufgetragener Glanzlack die Fliesseigenschaften positiv beeinflussen würde? An Sprühlack traue ich mich nicht dran und lackiere daher nur mit Pinsel, kann mir aber vorstellen, dass das nicht glatt genug ist im Vergleich zur Sprühvariante.

  2. Hallo Morente,

    vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Es fällt mir grundsätzlich schwer, mich kurzzufassen und dass es für meine längeren Texte auch eine Zielgruppe gibt, freut mich natürlich.

    Das Aufpinseln von Glanzlack funktioniert, allerdings nur mit klaren Einschränkungen, da dieser schnell zu dick aufgetragen werden kann und dann ggf. eine Pinselstrichsruktur aufweist. (Ich werde das jetzt gleich auch noch im Artikel ergänzen.) Der Vorteil ist allerdings, dass er zielgerichtet auch auf Details aufgetragen werden kann, wenn man den Rest des Modells nicht lackieren möchte.
    Das Aufsprühen von Glanzlack mit einer Dose ist allerdings im Vergleich zu Mattlack eher unproblematisch und durchaus eine Überlegung wert. In meinem nächsten Artikel zum Öl-Wash werde ich darauf auch noch mal eingehen. Richtig gut funktioniert das Lackieren natürlich mit nem Airbrush (wenn man denn zu den Glücklichen gehört, die auf einen zugreifen können), weil der Lack hauchdünn aufgetragen werden kann und man theoretisch zig Schichten übereinanderlegen könnte.

    Vielen Dank auch zu deinen Erfahrungsberichten zu den Washes anderer Anbieter. Die Washes von Vallejo habe ich bisher (und das überrascht mich sehr) bisher noch nicht ausprobiert. Die Erfahrungsberichte, die ich dazu gelesen bzw. angeschaut habe, sind unterschiedlich ausgefallen. Manche sehen sie ähnlich positiv wie du, andere weisen darauf hin, dass sie eher zu Flecken neigen als die GW Washes. Preislich sind sie ja wirklich attraktiv, aber da ich sie bisher noch nicht ausprobiert habe, habe ich sie in meinem Artikel auch nicht erwähnt. Deine positiven Erfahrungen motivieren mich aber, das nachzuholen.

  3. Vielen Dank für für deine tolle Arbeit.
    Die Grundlagen sind wirklich verdammt gut geschrieben.
    Ist eine enorme Hilfe.

    Grüße
    Christian

  4. Sehr informativer Beitrag. Wie alle deiner bisherigen Artikel. Großen Respekt und vor allem auch Dank für die Mühe, die du dir gibst. Mach weiter so, gerne weiterhin so ausführlich. Das machen deine Artikel ja auch aus!
    Viele Grüße
    Chris

    1. Hallo Chris,
      vielen Dank für die freundlichen Worte. Der nächste Artikel (in gewohnter Länge 🙂 ) sollte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich wollte heute am früheren Abend eigentlich noch etwas Zeit in den Artikel stecken, doch mein Computer hatte kurz vorher (von mir unbemerkt) beschlossen, erst einmal für ein paar Stunden upzudaten… Aber das Wochenende hat ja gerade erst begonnen.

  5. Jetzt mal für ganz blöde, wenn die Grundfarbe schwarz ist zb das batman Cape dann kann ich auch nicht washen oder?! Weil dunkler als schwarz geht ja nicht, oder soll ich dann ein schwarz grau nehmen?

    1. Hallo Stefan,
      ja, deine Überlegung ist richtig. Wenn die Grundfarbe bereits schwarz ist, ergibt ein schwarzes Wash keinen Sinn. Aus diesem Grund verwendet man normalerweise bei der Darstellung von Schwarz kein reines Schwarz als Grundfarbe, sondern z.B. ein sehr dunkles Grau. Alternativ kann man dem Schwarz aber auch einen „farbigen“ Touch geben, indem man z.B. ein sehr dunkles Dunkelblau oder Dunkelgrün als Grundfarbe verwendet.

  6. Ja, habe das gleiche Problem.
    Leider habe ich das erst festgestellt, als die Figuren der Nachtwache schon „Vollschwarz“ bemalt waren.
    Was nun?
    Ein helles washing oder ein sehr starkes Trockenbemalen?

    1. Hallo Kunzi,
      ein helles Washing wird nicht funktionieren. Hell auf Dunkel washen sieht nie gut aus und führt zu einem merkwürdigen Effekt, bei dem die Vertiefungen heller sind als die hervorstehenden Teile.
      Trockenbürsten mit einer helleren Farbe wäre schon eher eine Option. Da liegt es aber an der Miniatur, ob das wirklich in Frage kommt. Bei vielen relativ großen und glatten Flächen würde ich wohl darauf verzichten.
      Eine recht saubere Möglichkeit wäre, einen etwas helleren Farbton auf die meisten Flächen zu layern und nur die Vertiefungen schwarz zu lassen. Du könntest dazu den verwendeten Schwarzton mit etwas Grau mischen. Solltest du anschließend feststellen, dass dir die Übergänge von Schwarz zu Schwarz/Grau noch immer zu hart sind, kannst du anschließend immernoch zusätzlich mit Schwarz washen.

  7. Hallo Bamalmini & Fans,
    ich steige gerade neu in dieses Thema ein. Ein 3D-Drucker für Dungeontailes, die bemalt werden sollen, wurde angeschafft. Da ist nun soviel Neues, die Druckerei und das Anmalen. Nach einigen Tagen nur Videos schauen (haben viel vermittelt, aber doch nicht Alles) bin ich auf diese tolle Seite gestoßen und konnte tatsächlich schon viele meiner Fragezeichen überm Kopf eliminieren. Es ist toll, dass hier nicht nur Fakten stehen, gerade die kleinen feinen Details und die Ausführlichkeit der Artikel ist hilfreich. Danke 🙂

    1. Hallo Salti,

      vielen Dank für das Lob und willkommen im Hobby.
      Ein kleiner Tipp hier und da hat mich selbst im Hobby schon oft weitergebracht. Oftmals auch von jemandem, der sich in diesem Moment gar nicht bewusst darüber war, wie er mir die Augen geöffnet hatte. Es freut mich natürlich sehr, wenn ich bei anderen hin und wieder ähnliche Effekte erzeugen kann.

  8. Ich brauche Erfahrung von allen die das hier lesen 😉
    Ich suche ein Wash/Shader, der bei großflächigem Einsatz die Figur möglichst wenig abdunkelt. Ich arbeite mit eine Value Sketch und nutze den Nuiln Oil von Citadell um bei der Sketch die Details herauszuarbeiten, die durch die Value Sketch nicht hervortreten. Da ich ungeduldig bin verzweifel ich generell, wenn ich es mit dem „Pin Washing“ versuche. Außerdem übersehe ich dabei gerne mal Details. Somit hat das Washen für mich auch den Zweck, noch nicht entdeckte Details zu entdecken. Durch das Abdunkeln bei großflächigem auftragen geht mir natürlich ein Großteil der Value Sketch verloren. Daher suche ich nach einem Wash der möglichst wenig abdunkelt. Gibt es Produkte die weniger abdunkeln wie „Nuiln Oil“ oder Techniken mit denen ich den Effekt abmindern kann (die weniger aufwendig sind wie Pin Washing)? Achja, ich versuche nach dem Auftragen des Washes mit dem Pinsel den Wash von den hellen Flächen zu entfernen. Was nur marginalen Einfluss auf das Abdunkeln hat.

    Viele Grüße
    Christoph

  9. Hallo Christoph,

    das Erste, was mir hier einfällt, wäre der Einsatz von Öl-Wash. Öl-Wash läuft noch besser in die Vertiefungen als Acryl-Wash es tut und du kannst trotzdem zu dunkel geratene Stellen wieder von der Ölfarbe befreien.

    Wenn du grundsätzlich nicht mit Ölfarben arbeiten möchtest, könntest du auch das Nuln Oil in der Gloss Variante versuchen. Vor allem, wenn du vorher eine dünne Lack Glanzlack auf das Modell aufträgst, fließt es besser in die Vertiefungen als das normale Nuln Oil.

    Ansonsten könntest du auch bei deinem Nuln Oil bleiben und noch zusätzlich flow improver hinzufügen. Auch dadurch verbessern sich (wie der Name ja schon vermuten lässt) die Fließeigenschaften und es bleibt weniger Farbe an den erhaben Stellen zurück.

    Sollte jemand anderes noch weitere Ideen haben, wäre ich daran auch sehr interessiert. 🙂

    1. Danke für die Rückmeldung. Leider hab ich das erst jetzt gesehen, da ich keine Mail dazu bekommen habe. Vermutlich habe ich vergessen den Haken zu setzen 😉

      Die Idee klingt gut, das werde ich nächstes mal ausprobieren. Ich habe allerdings nochmal Reflektiert und eine fatale Denkblockade bei mir selbst gefunden. Ich denke hier Schwarz / Weiß. Dabei sollte ich es wie mit der Value Sketch halten, da will ich ja auch möglichst feine Grauabstufungen haben.

      Zum Einen habe ich das Pin Washing. In meinem Kopf bedeutet das ich muss jede einzelne Kant emit dem Pinsel bearbeiten, damit das Wash auch ja nur in den Rillen hängt. Auf der Anderen Seite Pinsel ich über die komplette Figur. Aber da gibt es ja so viel zwischen drin. Ich habe mir eine Figur genauer betrachtet und meist ist es ja so, dass ich Regionen mit viel Details habe. Hier möchte ich in erster Linie mit dem Wash die Details herausarbeiten. An diesen Stellen bringt die Value Sketch meist nicht so viel da Schwarz und Weiß eh eng beieinander liegen. Dadurch dass ich sowieso mit Weiß Dry Brushing Kanten hervorhole ist diese an den „feinen“ Stellen fast hinfällig. Bedeutet hier kann ich großzügiger drüber gehen. Dann gibt es noch die Stellen wo größere Flächen sind. Ob das Schilde, Mäntel oder was weiß ich alle ist. Dort spielt die Value Sketch ihre Stärken aus. Also lass ich hier den Wash weg oder bearbeite wirklich ganz gezielt die kanten.

      Ich denke mit diesem Ansatz und etwas Übung kann ich die Stärken von beidem vereinen. Zusätzlich mit deinem Vorschlag sollte ich bei meinen nächsten Figuren ein Traumhaftes „Washing“ hinbekommen 😉

      1. Hallo Christoph,

        wenn ich hier auf der Seite Techniken beschreibe, kann schnell mal der Eindruck entstehen, dass jede Technik allein für sich steht. Wirklich erfolgreich wird man aber erst, wenn man die Techniken flüssig miteinander kombiniert. Deinen Hinweis, nicht nur in Schwarz und Weiß oder auch in ganz oder gar nicht zu denken, kann ich also wirklich nur unterstreichen!

        Vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung!

        1. Hallo Rouven,

          ja, genau! Aber es ist auch gut, dass du die Techniken einzeln erklärst, denn so kann man sie am besten üben. Die Blockade, dass man das auch vermischen kann entsteht nur im eigenen Kopf. Durch deine Artikel wird das überhaupt nicht gefördert.

          Vorschlag für einen Artikel: Liste Kombinationsmöglichkeiten von Techniken auf anhand von Praxisbeispielen, ähnlich wie dein aktueller Artikel zum Material von „außen“. So eine Liste von Beispielen könnte ein wahrer Augenöffner sein.

          Viele Grüße
          Christoph

          1. Hallo Christoph,

            das ist eine gute Idee, die definitiv mit auf meine to-do-Liste kommt. Das gemeine bei der Umsetzung ist allerdings, dass man die Techniken halt nicht nur in einer erst A, dann B, dann C Abfolge einsetzen kann, sondern dass es oftmals eher eine A/B/C-Mischtechnik wird. Aber genau darüber lohnt es sich wohl zu schreiben. 🙂

          2. Ich sehe du hast das schon wieder so gut erfasst, dass das ein Bomben-Artikel wird mit sehr viel anregenden Ideen! Ich freu mich drauf wenn dieser in deiner unendlich langen To-Do Liste nach ganz oben rückt 😉

  10. Hallo Bemalmini,
    Ein wirklich guter und umfassender Artikeln zum Thema washen. Ich bin aktuell dabei, mich in dieses neue Hobby reinzutasten (Farben und Pinsel kommen nächste Woche 😊), und dein Blog ist für mich eine echte Goldgrube. YouTube ist schön und gut, aber mit meinen bald 50 Jahren schätze ich eben das geschriebene Wort doch mehr. Mach ruhig weiter so, was längere Artikel angeht. Wer Minis bemalen will, sollte die Geduld aufbringen können 😁.
    Viele Grüße, Jens.

    1. Hallo Jens,

      willkommen im Hobby und vielen Dank für das freundliche Feedback.

      Es freut mich natürlich immer wieder sehr, wenn ich Einsteigern den Weg ins Hobby ein wenig erleichtern kann.
      Mein Fable für das geschriebene Wort ist für mich letztendlich auch ein ganz wesentlicher Grund gewesen, dieses Projekt als Blog und nicht etwa als Videoserie aufzubauen. Ich bin immer wieder froh, wenn mir bestätigt wird, dass es dafür auch eine Zielgruppe gibt.

    2. Hallo Jens,

      ich bin zwar nicht Bemalminis, aber ich kann dich nur bekräftigen weiter hin nachzulesen. Ich würde mich als fortgeschrittener Bemaler bezeichnen und ich lerne hier noch sehr viel dazu. Außerdem lerne ich bei Dingen, die ich schon kenne, viele Feinheiten dazu, die ich noch nicht kannte. Die Artikel von Bemalminis sind so ausführlich und umfangreich geschrieben, dass man wirklich sehr viel mit nimmt. Dabei betrachtet er gerne auch verschiedene Perspektiven! Ich bin zumindest ein sehr begeisterter Leser 😉 (so genug geschleimt ^^)

      Viele Grüße
      Christoph

  11. Hallo Bemalmini,
    ich möchte auch demnächst mit dem Bemalen von Minis beginnen. Ich habe eine Frage, deren Beantwortung ich in deinen tollen Artikeln leider nicht gefunden habe: Ich habe Miniaturen in Spielerfarben (z.B. gelb, rot, grün und blau) und möchte sie durch ein Wash aufhübschen. Kann ich das Wash direkt auftragen, oder braucht die Figur ebenfalls eine Grundierung? Ich habe dir mal einen Link angehängt, in der man die Miniaturen mit und ohne Wash sieht (man könnte sie direkt beim Spielhersteller gewasht bestellen).

    https://www.kickstarter.com/projects/mindclash/perseverance-castaway-chronicles/posts/2934169

    Vielen Dank für deine tolle Seite. Dank deinen tollen Beiträgen traue ich mich überhaupt an so etwas dran.

    Viele Grüße

    Markus

    1. Hallo Markus,

      wenn ich mit dieser Seite Leute noch etwas anstupsen kann, mit unserem Hobby zu beginnen, ist das für mich natürlich eine riesige Motivation immer weiter am Ball zu bleiben. Vielen Dank für deinen Kommentar!

      Zu deiner Frage: Ein Acryl-Wash ist letztendlich „nur“ eine Acrylfarbe mit bestimmten Eigenschaften (vor allem erhöhte Fließfähigkeit und geringere Deckkraft). Aus diesem Grund würde ich immer dringend empfehlen, eine Miniatur zu grundieren, bevor man sie mit einem Wash versieht. Macht man dies nicht, kann man stark davon ausgehen, dass sich das Wash (vor allem bei Spielfiguren) sehr schnell wieder abreibt. Ja, in den Vertiefungen würde es wohl bleiben, aber die erhabeneren Stellen würden ganz schnell „abgegrabbelt“ aussehen. Außerdem kann es beim Auftragen von Wash auf einer unbehandelten Figur passieren, dass das Wash einfach größtenteils an der Miniatur herunterläuft oder gar abperlt.

      Wie genau die von dir verlinkten Minis gewasht werden, kann ich nicht sicher sagen, aber möglicherweise wird dazu Email-Wash verwendet. Außerdem wäre anschließend wohl auch eine Versiegelung mit einem Lack sinnvoll. Möglicherweise stehen den Herstellern da aber auch ganz andere Verfahren zur Verfügung, die ich als Hobby Maler nicht kenne.

      Viele Grüße!

      1. Hallo,
        vielen Dank für deine schnelle Antwort. Wenn ich das richtig verstehe, müsste ich also die farbigen „walls & camps“, aus dem angehängten Link, grundieren, dann wieder gelb, blau usw. anmalen und anschließend den Wash auftragen. Der kann dann schwarz oder braun sein, oder? Und zu guter Letzt noch versiegeln. Versiegelst du eigentlich alle Figuren, die du anmalst?

        Vielen Dank und viele Grüße!

        Markus

        1. Hallo Markus,

          ich lese hier gerne mit und gebe meinen Senf auch gerne dazu (auch wenn ich nicht gefragt werde ^^) Wenn du sowieso schon überlegst die Miniaturen zu grundieren und zu bemalen, dann steige doch gleich richtig ein. Nur ein Wash auf eine Grundfarbe auftragen ist ein guter Anfang. Aber Hier gibt es ein so gutes einsteiger Tutorial und sehr viele weiterführende Tutorials. z.B. das hier: https://bemalminis.de/dreischritt-fuer-einsteiger
          Wenn du dich sowieso hinsetzt und die Figuren bemalst dann investiere doch etwas mehr Zeit und du wirst viel besser aussehende Minis bekommen. Ich war bei meinen ersten Minis auch überrascht mit wie wenig Aufwand man recht gute Ergebnisse erzielen kann. Mann muss es nur mal versuchen!

          Aber Achtung! Wenn du das einmal angefangen hast ist das Risiko sehr groß, dass du die nächsten noch schöner bemalen willst und du wirst nie mehr damit aufhören 😛

          1. Hallo Christoph, danke für deinen Senf 🙂 Die Miniatur-Figuren möchte ich „richtig“ bemalen. Mir gehts nur um die „Walls & Camps“ (siehe Link weiter oben), die eine spezifische Spielerfarbe haben müssen. Man sollte ja nach dem Bemalen immer noch erkennen können, zu welchem Spieler die gehören. Ich bin aber für alle Anregungen und Tipps offen und dankbar!

            Viele Grüße

            Markus

        2. Hallo Markus,

          ja, richtig. Wenn du die Minis nicht komplett bemalen möchtest, dann wäre das das Vorgehen, das ich vorschlagen würde.

          Das Wash kann Braun oder Schwarz sein. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, farbige Washes zu verwenden, die zu den jeweiligen Untergrundfarben passen. Blaues Wash für blauen Untergrund, rotes Wash für roten usw. Dabei fällt der Wash-Effekt weniger extrem aus als beispielsweise bei einem schwarzen Wash. Letztendlich ist das eine Frage des Geschmacks.

          Und ja, ich versiegele die Minis immer. Dazu schreibe ich demnächst mal einen Artikel. (Vermutlich wird es gleich der nächste Artikel werden.)

          1. Hallo Markus,

            das ist mir bewusst und ich meine es trotzdem so. Evtl. kennst du das Spiel Mage Knight. Dort gibt es Städte in verschiedenen Farben die vorbemalt sind. Das war mir zu primitiv. Also grundiere ich die und bemale sie. Ich habe die Farben genutzt um den Städten einen eigenen Charakter zu verleihen. Die rote Stadt steht nun auf Magma, die Blaue ist mit Eis bedeckt, … Dadurch sind sie lebendig, sehen sehr cool aus und man erkennt trotzdem noch sehr gut welche Farbe sie haben.
            Bei dem Dinosaurierspiel ist das natürlich nicht so krass machbar. Aber wenn du es etwas subtiler gestalten willst kannst du z.B. die Wände alle mit Metall bepinseln. Anschließend machst du dir selbst eine Lasur, die die Spielerfarbe hat (Anleitung https://bemalminis.de/glazing/). damit kannst du den Wänden die Farbe aufpinseln und trotzdem cool aussehen lassen. Das habe ich auch schon mal mit einer Metalrüstung gemacht. Eine leichte blaue Lasur drauf un der Kerl hat einen blauen schimmer, behalt das metallische bei und sieht damit nicht zu kitschig aus wie knallig blau. Oder vlt. reicht es auch einfach die Füße unten farbig zu machen, oder oder oder. Das sind Vorschläge und deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich ist auch einfach drüber Washen, wie ihr oben geschrieben habt, völlig in Ordnung. Letzten Endes muss es dir gefallen und du solltest richtig bock drauf haben die Teile auf’s Brett zu stellen. Zumindest ist das mein Ziel 😉

            Viele Grüße
            Christoph

          2. dazu kann ich dich nur ermutigen, diesen Artikel zu schreiben 😉
            Habe gestern die Menhire von Tainted Grail grundiert und ich denke, ich werde sie nur mit einem Wash behandeln, da diese auch in der Vorlage der düster wirken.
            Dabei kam mir der Gedanke, ob es dann nich besser sei, diese mit Lack noch zu versiegeln.
            Von daher wäre direkt die Frage offen, ob da ein Spray oder per Pinsel die bessere Lösung ist.
            Zu den Sprays gehen die Rezensionen doch sehr auseinander von alles TipTop zu hat meine Arbeit ruiniert.
            Was für mich am Anfang als Einsteiger nicht die beste Motivation wäre. 😉

            Und auch hier nochmal, vielen Dank für deine Mühe und die vielen Artikel, hab richtig Lust drauf heute loszulegen 🙂

          3. Hallo Frank,

            das Lackieren von Modellen und vor allem Geländestücken halte ich für sehr sinnvoll. Wie es der Zufall so will, bin ich gerade dabei, einen Artikel dazu zu schreiben. Vermutlich werde ich ihn Mitte November online stellen. Darin gehe ich auf deine Frage dann deutlich ausführlicher ein. Aber kurz und knapp: Vor allem bei größeren Teilen (aber eigentlicb auch sonst) würde ich eher ein Spray empfehlen, da es leichter ist, dieses gleichmäßig aufzutragen. Bei der Anwendung gelten die gleichen Regeln wie beim Grundieren. Achte vor allem darauf, dass du dir keinen zu feuchten Tag aussuchst, sprühe die Schicht nicht zu dick auf und nimm ein Produkt, das möglichst fehlertolerant ist. (Trotz des Preises empfehle ich das hier: https://amzn.to/34LSdhT (*)) Wenn du ganz sicher gehen willst, stellst du die Modelle zum Trocknen an einen warmen Ort, z.B. im Haus direkt unter einer Lampe (keine LED). Aufgrund des Geruchs kann es aber hier zu Problemen mit Mitbewohnern kommen.

            ABER: Lackierungen zum Pinseln funktionieren auch gut. Es ist nur etwas mühsamer und man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, zu viel Lack auf einmal auftragen zu wollen.

  12. Hallo,
    Bin noch neu beim bemalen.Habe jetzt Miniaturen grundiert und bemalt.Weil heute gutes WEtter war,schon alles lackiert (Spray im freien).Jetzt habe ich bei 4 Figuren das Wash vergessen.Ich denke im Nachhinein geht da nichts mehr.

    1. Hallo olli2k1967!

      Man kann absolut nach dem Lackieren noch mit Wash arbeiten. Manchmal macht man das ganz bewusst bei Glanzlack, da dadurch das Wash besser fließt und noch besser in die Vertiefungen läuft.

      Solltest du Mattlack verwendet haben und dieser mit einer sehr rauen Struktur getrocknet sein, könntest du ggf. Probleme bekommen und das Wash nicht so schön in die Vertiefungen laufen wie sonst. Das würde ich an deiner Stelle mal an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. Wenn du da ein Problem erkennst, kannst du die Figur noch einmal mit Glanzlack behandeln, dann washen und dann halt wieder mit Mattlack drübergehen.

  13. Hallo,Nachdem ich endlich die Minis von Zombicide (Augen malen das schlimmste für mich)und Maus und Mysthik fertig habe,bin ich günstig an Star Wars Legion gekommen.Was ich nicht wusste : Die Figuren sind nicht geklebt.Hier meine Frage.Besser Sekundenkleber oder Plastik Kleber,Laut Anleitung Sekunden-Kleber.Wäre aber nicht so robust wenn mal eine Figur runter fällt.Wie sind hier die Erfahrungen.?

    1. Hallo olli2k1967,

      bei „normalem“ Plastik würde ich immer Plastikkleber nehmen, da dieser die Teile quasi verschweißt (also den Kunststoff anlöst und verschmelzen lässt). Sekundenkleber geht natürlich auch, bleibt aber eher spröde und Teile können dadurch bei einem Sturz leichter mal abbrechen.

      Bei Resinfiguren funktioniert allerdings nur der Sekundenkleber.

  14. Einen schönen Guten Tag in die Runde. Ich bin gerade beim Gestallten meiner Plague Monks. Jetzt habe ich das Problem, dass sie sehr grünlastig sind und fast jedes Wash was ich bis jetzt verwendet habe für mich Persönlich hässliche Flecken auf der Kleidung hinterlassen (zum Teil große Flächen der Kleidung, helles Grün schwierig bei Washes). Habe bis lang Light Tone, Soft Tone, Strong Tone, Dark Tone, Mid Brown, Flesch Wash und Green Wash von AP durch, auch mit Unterschiedlichen Mengen. War mit keinem der Ergebnisse zufrieden da alles sehr Fleckig oder Grünstichig wirkt auf größeren Flächen. Gibt es da Erfahrungen oder andere Tipps wie man Grün schön hin bekommt, außer verdünnen des Washes? Vielen Dank und Liebe Grüße.

    1. Hallo Matthias_H!
      Du hast es ja bereits angesprochen. Mein erster Tipp wäre jetzt tatsächlich das Strecken des Washes mit Lahmian Medium (das hat da meiner Meinung nach die beste Konsistenz für). Für Grünlastike Figuren nehme ich ganz gerne Athonian Camoshade vom GW. Wenn man das direkt unverdünnt aufträgt, kann das aber sicherlich auch lecken geben. Ansonsten könntest du mal in der GW Contrast Reihe nach grünen Farben gucken – aber auch hier wäre wohl Strecken/ Verdünnen ein Muss.
      Die für mich beste Lösung wäre aber vermutlich der Einsatz von Email- oder Öl-Washes. Guck dir dazu mal den Artikel hier im Blog an. Der unschlagbare Vorteil von Öl-Washes ist, dass du jeden Fleck, der entsteht, problemlos wieder entfernen kannst (natürlich nur, solange du noch nicht versiegelt hast). Wenn du eine braune oder auch eine dunkelgrüne Ölfarbe als Basis nimmst, sollte das gut passen. Mit ziemlicher Sicherheit könntest du da auch ein passendes Fertigprodukt von AK Interactive oder MiG finden (dann vermutlich unter der Bezeichnung Enamel Wash).

      1. Danke für die Antwort. Werde am Anfang mal versuchen, die Washes zu strecken. Hab gerade in meiner Farbenkiste noch einen Verdünner von Vallejo entdeckt :D, da werde ich mal herumprobieren. Eventuell noch den Military Shader von AP zulegen, der hat nicht so ein stichiges Grün wie mein Green Tone. Soweit ich gelesen habe, dürfte der von der Farbe sehr an Athonian Camoshade heran kommen. Mit Öl Washes muss ich mich mal genauer beschäftigen, da die ja „Lösungsmittel“ enthalten die Kunststoff angreifen und die Figur vorher versiegelt werden muss. Bezüglich Oberflächenspannung bei Acryl-Washes wollte ich noch fragen, ob es Erfahrungen gibt, wenn man den Washes auf der Palette ein Tröpfchen Spülmittel hinzufügt um die Oberflächenspannug zu minimieren? Lg.

        1. Also die Lösemittel, die man für Öl-Washes verwendet, sollten den Kunststoff eigentlich nicht angreifen. Allerdings ist eine Versiegelung der Miniatur mit Glanzlack trotzdem sinnvoll, da das Wash dann besser in die Vertiefungen rutscht. Guck ruhig mal in den entsprechenden Artikel rein. Ich habe da auch (ich glaube zwei) lösemittelhaltige Verdünner empfohlen, mit denen du keine Probleme haben solltest.
          Das mit dem Spüli zum Brechen der Oberflächenspannung funktioniert zwar, aber solltest du dabei darauf achten, was du für ein Spülmittel nimmst. Viele von denen sind nämlich nachfettend (sollen die Haut pflegen) und Fette willst du eigentlich ja nicht in deinen Farben haben. Sicherer fährst du hier mit Flow Improver. Der hat genau die Aufgabe, die Oberflächenspannung zu reduzieren und somit die Fließfähigkeit der Farben zu erhöhen, aber ohne dass da dann noch Limettenduft und/oder Pflegemittel mit drin sind.

          Viel Erfolg beim Ausprobieren!

  15. Hallo,Ich habe auch mal wieder eine Anfrage:Habe mich endlich an die Menhire aus Tainted Grail getraut.Für die Kerzen(plus Flammen)habe ich mir von Game Stuff World Neon Orange,von Vallejo Fluorizierendes Gelb (unschön,musste ich strecken mit Gelb)und dasselbe in Rot (mehr Orange als Rot, auch hier mit Rot zusätzlich gearbeitet.)Jetzt meine Frage:Welche Farben sind zu empfehlen und wo bekomme ich ein Wash in Orange?Schon über Google geguckt,nix gefunden.
    Gruß Oliver

    1. Oh schön, die Dinger sind bei mir auch bald dran. Daher bin ich sehr interessiert wie du das machst. Allerdings frag ich mich ob für Kerzenschein fluoreszierende Farben wirklich geeignet sind. Da würde mich deine Erfahrung sehr interessieren.
      Bzgl. Wash: Hast du Lahmian Medium oder Contrast Medium (auch ähnliche Produkte anderer Hersteller sind geeignet)? Damit kannst du eine Orange Farbe so weit strecken, dass du ein Wash bekommst. Nur Wasser würde auch gehen aber da bricht die Farbe sehr schnell. Mit einem der genannten Medien und Wasser bekommst du sehr gut fließende Washes ohne, dass sie brechen. Wenn du sehr leuchtstarke und sehr gut fließende Alternativen willst versuchs mal mit INKs.

    2. Hallo olli2k1967!

      Was das Bemalen von Flammen angeht, habe ich selbst auch noch nicht so viel Erfahrung. Da ich in den letzten Jahren vor allem Science Fiction Sachen bemalt habe, hat sich das Problem einfach kaum gestellt. Da ich mittlerweile aber Frostgrave spiele, habe ich momentan tatsächlich 1-2 Figuren auf dem Maltisch, bei denen ich Flammen bemalen muss.
      Ganz grundsätzlich leben Lichteffekt ja von dem Kontrast zwischen Hell und Dunkel. Um überzeugendes Licht zu malen, reicht es also nicht aus, einfach möglichst helle Farben zu verwenden. Für andere Lichteffekte sind fluoreszierende Farben ganz gut – dann aber nicht großflächig, sondern eher an den hellsten/ wärmsten Punkten. So würde ich das dann bei Flammen vermutlich auch einsetzen.
      Mein bisheriger Plan zum Bemalen von Flammen sieht so aus, dass ich erst einmal die gesamte Fläche weiß bemale und dann entweder schichtend oder lasierend die „dunkleren“ Farben auftrage. Das gemeine bei Lichtquellen ist ja, dass in der Regel die Vertiefungen die hellsten Stellen darstellen. Also genau anders herum als wir es eigentlich gewohnt sind. Aus diesem Grund ist die Arbeit mit einem Wash dabei auch nicht unbedingt einfach.
      Mal sehen, wenn ich mit meinen Versuchen Erfolg habe, werde ich dazu bestimmt noch einen Artikel schreiben.
      Zu deiner konkreten Frage nach einem orangenen Wash: Von GW gibt es Fuegan Orange, das ist ein Wash (heißt halt bei GW nur eben Shade). Ansonsten hat Christoph ja schon sinnvolle Tipps gegeben. Vor allem verdünnte orangene GW Contrast Farbe mmüsste auch ganz gut funktionieren.

      1. Ich hatte den Vormittag ausnahmsweise mal etwas Zeit und habe gleich mal ausprobiert, wie man die Flammen angehen könnte. Ich bin mit meinem Ergebnis (gemessen an der Kürze der Zeit, die ich darin investiert habe) eigentlich ganz zufrieden. Ich werde noch etwas herumexperimentieren und dann dazu wohl wirklich einen Artikel für die Kategorie „konkrete Effekte“ schreiben. Vorerst einfach nur kurz mein „Rezept“:
        – Ich habe die gesamte Flamme in einem ganz ganz hellen Hautton bemalt (ich glaube „Light Skin“ von Scale 75 gemischt mit weißem Ink). Der Untergrund muss halt wirklich deckend hell sein.
        – Dann habe ich die Flamme mit „Fire Dragon Bright“ (GW) leicht trockengebürstet und zwar so, dass vor allem die oberen Bereiche der Flammenzungen mehr Farbe abbekommen haben. (Beim nächsten Mal würde ich hier wohl auf das Trockenbürsten verzichten und die Farbe gezielt draufglazen.)
        – Danach habe ich das gelbe Ink von Scale 75 ganzflächig aufgetragen.
        – Dann habe ich Fire Dragon Bright als Glaze aufgetragen und dabei die Vertiefungen der Flamme gelb gelassen und auch etwa das untere Viertel jeder Flamme gelb gelassen.
        – Anschließend habe ich das Gleiche mit „Evil Sun Scarlet“ (GW) wiederholt, aber auf einem kleineren Bereich auf jeder Flammenzunge. Das Glaze war dabei schon recht dick – also so, dass man schon bei einem Farbauftrag klar eine Farbveränderung erkennen kann.
        – Das Gleich dann noch einmal mit „Deep Red“ (Scale 75) (ein recht dunkles Rot) auf einer noch kleineren Fläche.
        – Und dann das Gleich noch einmal mit „Indian Shadow“ (Scale 75) (ein Rot-Braun) auf einer ganz kleinen Fläche.
        – Zuletzt waren mir die Flammen noch etwas zu gelb und ich habe noch einmal „Fire Dragon Bright“ als Glaze über die Flammenzungen gemalt. Dabei habe ich wirklich nur die Vertiefungen ausgespart und knallgelb gelassen.

        Im Ergebnis hatte ich dann knallgelbe Vertiefungen und fast braune Flammenspitzen, sodass der entstehende Kontrast die Flammenillusion zumindest für mich (für eine Spielfigur) gut genug verkauft. Auf den Einsatz von fluoriszierenden Farben habe ich verzichtet. Zumindest in den gelben Vertiefungen hätte das aber sicherlich auch funktioniert.

        So, jetzt mach ich mich erst einmal auf die Suche nach ein paar mehr Miniaturen mit Flammen in meinem Bestand. Ich möchte noch etwas weiter üben und vor allem etwas finden, dass sich als Anaschauungsobjekt für einen zukünftigen Artikel eignet.

  16. Hallo,
    ich habe vor ein paar Tagen mit dem Bemalen von Miniaturen angefangen und bin begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass es so eine entspannende Wirkung haben könnte 🙂
    Definitiv werde ich deine Artikel regelmäßig konsultieten. Allerdings hätte ich diesen Artikel früher lesen sollen. Ich habe leider den Fehler gemacht, den roten Mantel der Figur schwarz zu washen, weil ich die Dreidimensionalität erhöhen wollte. Leider sieht er jetzt eher schmutzig aus. Da wäre pin washing in den Vertiefungen wohl besser gewesen. Aber ich hoffe, ich kann den Mantel noch mal rot einfärben und dann gezielter washen.

    Viele Grüße
    Sven

    1. Hallo Sven,
      willkommen im Hobby! Ja, Bemalen kann und sollte Entspannung bedeuten. Das sollte man sich vor allem ins Gedächtnis rufen, wenn es vielleicht auch mal nicht so läuft, wie man sich das gerade vorstellt.
      Bezüglich deines Washing-Problems: Ja, mit wenige dünnen Schichten, solltest du das schwarze Wash überdecken können. Ob du mit Wash auf einem Mantel gute Ergebnisse erzielst, hängt auch stark davon ab, wie genau dieser gestaltet ist. Deine Chancen mit dem Pin-Washing sind vermutlich deutlich größer als mit dem flächigen Washen. Allerdings benötigst du auch für das Pin-Washing klar erkennbare Vertiefungen, die du direkt angehen kannst. Wenn der Mantel hingegen viele sanfte Schwünge aufweist, ist Washing schwieriger. Da kommst du dann mit anderen Techniken, wie Layern oder auch Lasieren vermutlich besser zurecht.

      1. Vielen Dank für die Tipps. Die werde ich definitiv mal ausprobieren. Die oben genannte Figur (Minsc und Boo von DND) habe ich gerettet, indem ich die Farbe neu aufgetragen habe. So gefällt sie mir besser. Helden dürfen nicht schmuddelig aussehen! 😉
        Die neuen Techniken teste ich dann an den schon bestellten neuen Figuren.

  17. Hi,ich bin auch mal wieder da.Ich will demnächst die Figuren von Unmatched bemalen.
    Die sind aber schon vorbehandelt.Ich nehme an mit Sunblind.Muss man hier was beachten?Oder einfach drauf los malen?

    1. Hallo olli2k1967!

      Freut mich, von dir zu hören.
      Ich hatte diese Minis bisher noch nicht in der Hand, aber ich denke, du wirst sie wie andere Figuren auch behandeln können (also zuerst grundieren, dann bemalen). Wenn sie bereits mit einer Art Wash vorbehandelt wurden, würde ich einfach mal annehmen, dass diese Farbschicht gut auf dem Modell haftet – schließlich sind es ja Spielfiguren und dafür gedacht, regelmäßig angefasst zu werden.
      Vielleicht wäre es noch eine gute Idee, die Minis vor dem Grundieren einmal abzuwashen bzw. mit einer Zahnbürste kurz abzuschrubben. Sollten irgendwelche unerwünschten Rückstände oder lose Farbe auf der Figur sein, wirst du diese dadurch los.

  18. Hallo,
    Ja hat gepasst.Habe gewaschen und grundiert.Dann bemalt und die Feinheiten dann mit einer Stirnlupe weiter gemacht.Funktioniert Super (Vergrößerung 2,5).
    Jetzt noch eine Frage , Habe 2 verschiedene Braun Töne von AP.Beide sind nicht mehr deckend(alles schütteln half nix),waren einfach zu flüssig.Jetzt musste ich für King Arthur ein nicht so schönes Braun verwenden , aber na ja,ist halt jetzt so.Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.Die Farben von GW sind ca.genau so alt und immer noch super.
    Grüße

  19. Tolle Seite! Bin über Unknowns hier 🙂
    Ich möchte flexibel Washes machen, ohne viel Aufwand zu haben. Hältst du es als Kompromiss für machbar, die Acrylfarbe direkt mit Contrast Medium (oder Flow Improver?) zu strecken?
    Bisher verdünne ich tatsächlich nur mit Wasser, merke aber mittlerweile, dass das eben auch seine Nachteile hat.

    1. Hallo Roland,

      vielen Dank und es freut mich natürlich, dass du den Weg hierher gefunden hast. 🙂

      Zu deiner Frage: Am besten bin ich da bisher mit Lahmian Medium von GW gefahren. Die Konsistenz ist halt (für mich) genau richtig.
      Ich vermute mal, dass das Contrast Medium auch funktionieren müsste. Allerdings ist die Ausgangskonsistenz der Contrast Farben ja etwas anders als die der anderen Acrylfarben von GW, sodass ich nicht sicher sagen kann, ob „normale“ Acrylfarben nicht ggf. zu schnell zu flüssig werden. Ausprobiert habe ich es bisher noch nicht.
      Flow Improver würde ich wirklich nur Tröpfchenweise einsetzen, da es in seiner Wirkung doch recht stark ist und dir die Farben zu schnell verlaufen, wenn du es pur zum Verdünnen einsetzt. Die meisten Acrylmedien sind etwas dickflüssiger als Lahmian Medium. Solltest du also ein anderes Medium als das von GW einsetzen, wäre das Hinzufügen eines Tropfens Flow Improver sicherlich keine schlechte Idee. Ich empfehle aber, sich einfach an die richtige Konsistenz heranzutasten.

      1. Top. Danke für die schnelle Antwort! Hab heute paar Middara-Minis bemalt und werde sicherlich noch häufiger hier vorbeischauen. Auch den Artikel mit der Lupe fand ich sehr hilfreich, hatte mir beinahe vor zwei Wochen eine Lupenlampe geholt und es dann aus Kostengründen gelassen. Die Stirnlupe merke ich mir.

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