Lücken füllen

Das Füllen von Lücken in Miniaturen gehört zu der Art undankbarer Aufgaben, deren Erledigung man am fertigen Modell überhaupt nicht wahrnimmt, wenn man seine Arbeit gut gemacht hat. Gleichzeitig fällt es teils sehr stark ins Auge, wenn man sich dieser Aufgabe nicht gewidmet hat.

Wie in dem Artikel zum Zusammenbau von Modellen mehrfach angesprochen, lässt sich unterschiedlich viel Zeit in die Vorbereitung eines Modells investieren. Ich selbst habe den Anspruch, dass Lücken in Miniaturen nicht übermäßig stark herausstechen sollten. Insgesamt strebe ich eher ein gutes Zeit-Ergebnis-Verhältnis als absolute Perfektion an. (Getreu dem Motto „Besser fertig als perfekt“) Die von mir im Folgenden gegebenen Hinweise sind allerdings grundsätzlich auch dazu geeignet, Modelle ohne erkennbare Nähte zusammenzufügen. Man muss lediglich mehr Zeit bzw. Fleiß investieren als ich dies in der Regel tue. 🙂 weiterlesen…

„Selbstverständliche“ Tipps für Einsteiger

Das Bemalen von Miniaturen ist mein Hobby. Ich bin kein Profi – weder im eigentlichen Sinne des Wortes (= Geld verdienen durch Malen) noch im umgangssprachlichen Sinne (= jemand kann etwas richtig, richtig gut). Allerdings betreibe ich dieses Hobby nun schon einige Jahre und habe mir das ein oder andere Verhalten (von „Technik“ möchte ich hier nicht sprechen) angewöhnt, das für mich gut funktioniert. Im Laufe der Jahre sind diese Dinge dann selbstverständlich geworden.

Man vergisst selbst oft sehr schnell, was man irgendwann mal nicht wusste oder konnnte. Anschließend wundert man sich gerne, was andere Leute alles so nicht wissen, obwohl es doch „selbstverständlich“ ist. weiterlesen…

„Color and Light“ von James Gurney

Color and LIght“ (*) als ein Buch über das Bemalen von Miniaturen zu bezeichnen, ist viel zu kurz gegriffen. James Gurney hatte sicherlich uns Mini-Bemaler überhaupt nicht im Hinterkopf, als er sein umfangreiches Wissen über das Wechselspiel von Farbe und Licht und dessen Umsetzung auf Papier und Leinwand in diesem wirklich inspirierendem Buch zusammentrug.

Dennoch kann auch der interessierte Hobbyist aus diesem Füllhorn an Informationen schöpfen. Sicherlich lässt sich nicht jeder handwerkliche Hinweis von der großen Leinwand auf unsere kleinen Miniaturen übertragen, aber die zentralen Aussagen bleiben die gleichen und sind für uns genauso wertvoll wie für die „richtigen“ (?) Maler.

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Waffenläufe aufbohren

Das Aufbohren von Waffenläufen ist ein Detail, das man am besten schon sehr früh im Bearbeitungsprozess einer Miniatur angehen sollte. Ist die Figur bereits vollständig zusammengebaut oder sogar bemalt, geht man das Risiko ein, dass man die bisherige Arbeit beschädigt. Zumindest aber muss man beim späten Aufbohren der Waffenläufe sehr vorsichtig vorgehen, was einfach mehr Zeit und Nerven kostet.

Wie bereits erwähnt, beschäftigt sich dieser Artikel zwar wirklich nur mit einem Detail, doch gelten die hier genannten Hinweise zum Bohren von Löchern auch für andere Situationen (wie etwa beim Stiften von Modell oder beim Vorbereiten vom Baugruppen für das Bemalen), sodass ich in späteren Artikel sicherlich immer mal wieder auf diesen Text hier verweisen werde. weiterlesen…

Modelle zusammenbauen

Wenn wir ein neues Modell in den Händen halten, ist der Zusammenbau normalerweise der erste Schritt auf dem Weg, den wir zusammen mit unserem neuen kleinen Plastik-/Resin-/Metallfreund gehen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, da bei einigen Modellen kein Zusammenbau erforderlich ist. Aber auch in diesen Fällen sollten einige der in diesem Artikel genannten Punkte beachtet werden.

Wenn du das hier liest, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass du neu im Hobby bist. Wenn du schon ein wenig auf dieser Seite gestöbert hast, wirst du meinen Hang zu teils langen Texten vielleicht schon bemerkt haben. Ich hoffe, dass dich das nicht zu sehr abschreckt. Auch möchte ich die Sache an dieser Stelle nicht komplizierter machen, als sie ist. Letztendlich geht es darum, Dinge zusammenzukleben – das ist keine Raketenwissenschaft. Aber wie so oft: Je genauer man sich mit etwas beschäftigt – und möge es anfangs auch noch so „offensichtlich“ sein – je mehr fällt einem auf, was man alles noch beachten könnte. weiterlesen…

Sehhilfen/ Lupen

Als ich mich als Jugendlicher erstmals mit dem Bemalen von Miniaturen beschäftigte, war das Thema „Sehhilfe“ für mich nur von sehr geringem Interesse. Ich bin zwar seit meinem sechsten Lebensjahr Brillenträger, doch war meine „normale“ Brille für mein Hobby völlig ausreichend.
Heutzutage sieht die Sache schon etwas anders aus. Zum einen sind meine Augen etwas in die Jahre gekommen und benötigen manchmal etwas mehr Untertstützung (im Gegensatz zum Rest meines Körpers, den man nur als topfit bezeichnen kann 😉 ) und zum anderen ist mein Anspruch zumindest bei einem Teil meiner Malprojekte seit meiner Jugend gewachsen.
Da ich weiß, dass dieses Thema nicht nur mich beschäftigt, möchte ich an dieser Stelle meine bisherigen Erfahrungen mit unterschiedlichen Produkten beschreiben und auch entsprechende Empfehlungen aussprechen. weiterlesen…

Modelle lackieren (Varnishing)

Als ich mich nach einigen Jahren Hobbypause endlich mal wieder meine Malsachen herauskramte, machte ich zwischen einzelnen Malsessions teilweise mehrwöchige Pausen. (Ich hatte mich so langsam in meinen Beruf eingearbeitet und musste erst einmal wiederentdecken, wie es ist, mehr Freizeit zu haben.) Aus diesem Grund benötigte ich auch mehrere Monate (ich glaube, es war fast ein halbes Jahr), um meine erste „neue“ Warhammer 40.000 Einheit fertigzustellen. Es war zwar nur eine Einheit von 10 Grots, aber ich war trotzdem stolz, sie fertigbekommen zu haben und auch ansonsten zufrieden mit meinem Ergebnis.

Um meine Arbeit auch zu schützen, besprühte ich die Figuren alle mit Mattlack und stellte sie erst einmal zur Seite. Ich war wirklich bestürzt, als ich sie dann einen Tag später näher betrachtete und feststellte, dass die Figuren alle mit einem Grauschleier überzogen waren. Heute weiß ich, dass man diesen Effekt auch frosting nennt. Meine Arbeit hatte dabei wirklich Schaden genommen und viele Farben waren kaum noch zu unterscheiden. Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte meine Malsachen wieder auf unbestimmte Zeit in den Schrank gestellt (und dann auch sicher nicht ein paar Jahre später damit begonnen, diesen Blog hier aufzubauen). Zum Glück tendiere ich zur Sturheit und habe weitergemacht. 🙂

In diesem Artikel möchte ich mich einmal ausführlich mit dem Lackieren (varnishing) unserer Modelle beschäftigen. Wenn du also wissen möchtest, welche grundsätzlichen Vorgehensweisen es gibt, worin sich unterschiedliche Lacke unterscheiden und natürlich auch, wie man das gefürchtete frosting vermeidet, dann wirst du hier fündig. Bezüglich des letzten Punktes möchte ich kurz vorgreifen: Seitdem ich weiß, worauf ich achten muss, ist mir das oben Beschriebene nicht mehr passiert. Für varnishing gibt es einige gute Gründe und solange man ein paar Punkte beachtet, muss man sich davor wirklich nicht „fürchten“. weiterlesen…

Merch

Vor einiger Zeit habe ich aus Spaß an der Freude damit begonnen, mir ein „Bemalminis“-T-Shirt zu designen. Da ich gerne über mein Hobby spreche, habe ich mir überlegt, dass so ein T-Shirt die ideale „Falle“ wäre, um ggf. nachfragende Bekannte in ein entsprechendes Gespräch zu verwickeln. 😉

Ich habe im Übrigen schon öfter die Erfahrung gemacht, dass letztendlich doch mehr Leute unser Hobby kennen, als man gemeinhin glaubt. Und wenn man sein Hobby etwas mehr nach außen trägt, finden sich manchmal überraschend nette Gesprächspartner oder sogar zukünftige Mitspieler/ Hobbyabend-Teilnehmer. weiterlesen…

Helfer außerhalb des Hobbys

Beim Betrachten des Artikelbildes mag dir vielleicht der Gedanke kommen, dass mein Blog eine plötzliche, recht überraschende Wendung nimmt. Doch nein, Bemalminis.de wird auch in Zukunft seinen Fokus auf das Bemalen von Miniaturen richten. Tipps zur individuellen Körperpflege findet man ja an anderer Stelle im Internet ohnehin genug. Doch worum geht es mir in diesem Artikel?

Vor einiger Zeit ging ich die Materialliste nach Hilfmitteln durch, denen ich bisher noch keinen eigenen Artikel gewidmet habe bzw. die noch nicht innerhalb eines Artikels ausführlicher besprochen wurden. Da der Nutzen vieler dieser Hilfmittel in wenigen Worten beschrieben werden kann, ergibt es wenig Sinn, jedem Materialpunkt auch wirklich einen eigenständigen Artikel zu widmen. Ich überlegte also, ob man einzelne Hilfsmittel auch thematisch zusammenfassen könnte. Die Gemeinsamkeit, die mir dann auffiel, machte mich kurz stutzig: Eine Reihe der Hilfsmittel, die ich nutze, stammen aus dem Bereich der Kosmetik bzw. Körperpflege. weiterlesen…

Value Sketching

Hin und wieder hört man von Miniaturenbemalern, dass sie im sketch style malen, value painting betreiben oder auch einen value sketch vornehmen. Für viele mögen allein schon diese Begriffe abschreckend wirken. Sie klingen so schön professionell, dass vermutlich nur echte Malprofis so etwas beherrschen. Doch wie so oft im Leben, sollte man sich hier von einem tollen Label weder täuschen noch abschrecken lassen. Value Sketching (so werde ich dieses Verfahren im Folgenden nennen) ist eine praktische Herangehensweise an das Bemalen von Miniaturen, die sowohl für denjenigen, der schnell zu recht passablen Ergebnissen kommen will, als auch für Vitrinenmaler hilfreich sein kann.

Letztendlich geht es um die Etablierung des Hell-Dunkel-Kontrasts auf deiner Miniaturen, bevor du mit dem eigentlichen Bemalen beginnst. Wenn dir der Begriff pre-shading etwas sagt, dann bist du bereits mit dem zugrundeliegenden Gedanken vertraut. Denn beim value sketching geht es lediglich um eine weitere (Über-)Steigerung des Effektes, der durch pre-shading erreicht wird. Sagt dir pre-shading nichts, ist das auch nicht weiter schlimm, denn auch darauf werde ich gleich noch eingehen.

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