Verschmutzungen mit Ölfarben

(Weathering Serie)

In diesem Artikel geht es um… tja, um was geht es eigentlich? Ich habe ein recht klares Bild von dem Effekt im Kopf, über den ich dieses Mal schreiben möchte, aber es fällt mir schwer, diesen Effekt mit einem einzigen eindeutigen Wort zu benennen.

Gemeint sind von oben nach unten verlaufende Verschmutzungen, wie sie z.B. auf dem obigen Bild zu sehen sind (links etwas besser als rechts). Ich könnte also sagen, dass es um ölige Schlieren geht. Aber das ist nicht alles. Es geht auch um über Jahre hinweg entstandene Rostspuren und verlaufenes, eingetrocknetes Blut. Gemeinsam haben all diese Dinge, dass sie durch verlaufende Flüssigkeiten (meist ekliger Natur) und mangelhafte Wartung/ Pflege entstehen. (Sollte jemand eine bessere Idee für einen Titel dieses Artikels haben, bitte ich um Vorschläge in den Kommentaren.)

Wie eigentlich immer, wenn um es um das Erzeugen bestimmter Effekte geht, ist der von mir dargestellte Weg nur einer unter vielen. Der Einsatz von Öl- (oder auch Email-) Farben bzw. Washes (siehe dazu auch hier) zur Darstellung dieses Effektes besticht jedoch durch sein äußerst günstiges Aufwand-Wirkung-Verhältnis. Oder in anderen Worten: Diese Technik lässt sich leicht umsetzen und man erhält damit recht überzeugende Ergebnisse.

Anwendungsgebiete und Farbwahl

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind für mich Öl- bzw. Emailfarben das Mittel der Wahl, wenn es um die Darstellung von Verschmutzungen geht, die dadurch entstehen, dass eine farbige Flüssigkeit an etwas entlang- bzw. herunterläuft.

Der Fantasie sind bei der Farbwahl keine Grenzen gesetzt:

  • braune, schwarze oder auch bläuliche Ölspuren
  • braun, orangener oder rötlicher Rost
  • grüne oder gelbliche moosige Ablagerungen
  • braunes, schwarzes oder rotes Blut
  • Schleim in allen erdenklichen Farben…

Hierbei handelt es sich natürlich nur um ein paar Ideen und diese Liste erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

Für die Wahl der richtigen Farbe spielen letztendlich zwei Dinge eine entscheidende Rolle: Realismus und Kontrast.

Realismus

Zum einen möchte man natürlich einen Effekt erzielen, der vom Betrachter auch irgendwie zugeordnet werden kann. Dabei ist weniger wichtig, dass der Betrachter genau erkennen kann, um welche Form der Verschmutzung es sich handelt. Er sollte es aber eben als Verschmutzung erkennen können und zumindest das Gefühl haben, dass diese irgendwie zum Modell passen.

Dabei ist es im Übrigen eine gute Idee, sich mit Referenzbildern zu beschäftigen. Eine Bildersuche im Internet oder auch ein Spaziergang durch ein Industriegebiet sollten eigentlich genug realistische Vorlagen bieten.

Kontrast

Neben Realismus spielt aber auch der erzielte Kontrast zwischen Verschmutzung und Ungergrund eine Rolle. Letztendlich führt er dazu, dass beide Elemente stärker wirken. Orange-braune Rostspuren mögen zwar auf einem Panzer mit brauner Lackierung realistisch wirken, lassen sich allerdings auch kaum erkennen. (Es ist also wenig verwunderlich, dass einige Firmen ihre fertig angemischten Produkte mit Empfehlungen für passende Untergrundfarben versehen. „Light Rust for green vehicles“ (*) von AK Interactive ist ein Beispiel dafür.)

Wie wichtig einem Realismus und Kontrast jeweils sind, muss jeder Hobbyist letztendlich selbst für sich entscheiden. Ein Warhammer 40.000 Science Fiction Tabletop Spieler wird vermutlich bereitwillig den einen oder anderen Abstrich beim Realismus machen, solange sein Modell optisch auf dem Tisch hervorsticht. Jemand, der sich hauptsächlich mit historischen Modellen aus dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt, wird sicherlich dem Realismus den Vorzug geben. (Mir ist vollkommen bewusst, dass hier zwei Typen von Hobbyisten überzeichne. Außerdem schließen sich Realismus und Kontrast natürlich nicht zwangsläufig aus.)

Benötigtes Material

Solltest du zur Gruppe der Maler gehören, die hin und wieder auf Öl- oder Email-Washes zugreifen, hast du bereits alles zur Hand, was du für diese Technik benötigst. Ich wiederhole hier nur knapp die notwendigen Materialien. Ausführlichere Erklärungen findest du in meinem Artikel zu den Öl- und Email-Washes.

Synthetikpinsel

Bei der Arbeit mit Öl- und Emailfarben sollte man grundsätzlich auf synthetische Pinsel zurückgreifen, da diese nicht durch den Verdünner/ white spirit angegriffen werden. Synthetische Pinsel kann man oftmals recht günstig in Sets (wie z.B. diesem hier (*)) erstehen.

Verdünner/ Terpentinersatz/ white spirit

White spirit dient zum einen als Lösemittel für Öl- und Emailfarben und wird außerdem zur Ausführung der hier vorgestellten Technik auch pur aufgetragen. Mein Favorit ist „White Spirit“ von AK Interactive (*).

Ölfarben oder Emailfarben

Wie du aus Öl- oder Emailfarben ein entsprechendes Wash herstellst, erfährst du im entsprechenden Artikel. Für die hier vorgestellte Technik darf das Resultat allerdings etwas dickflüssiger sein. Im Zweifelsfall kann die Farbe/ das Wash also etwas pigmentdichter ausfallen – keinesfalls sollte sie jedoch noch pastös erscheinen.

Ich habe im Übrigen darüber nachgedacht, ob ich von Ölfarben oder konkreter von Öl-Washes reden sollte. Die Grenzen sind meiner Meinung nach – Achtung! Wortspiel – fließend. Die Ölfarben werden durchaus dünn angemischt, also fast wie bei einem Wash. Allerdings darf die Konsistenz auch nicht so dünn geraten, dass die Farbe von ganz allein an dem Modell entlangläuft.

Ich selbst greife bei dieser Technik allerdings in der Regel auf fertig angemischte Produkte zurück. Es ist einfach sehr bequem, ein Töpchen aufzuschrauben und die Farbe gleich gebrauchsfertig vorzufinden. Außerdem ist der Verbauch normalerweise nicht sonderlich hoch, sodass man ewig mit einem Töpfchen hinkommt. Aufgrund des enthaltenen Lösemittels ist auch kaum mit dem starken Eintrocknen der Farben zu rechnen.

Firmen wie beispielsweise AK Interactive (*) oder Ammo MIG (*) bieten eine breite Palette an unterschiedlichen Farbtönen an – teilweise sogar mit dem Hinweis darauf, für welche Untergrundfarben sie sich eignen. Besonders häufig setze ich „Rust Streaks“ (*) oder „Streaking Grime“ (*) von AK Interactive ein. (AK spricht auf seinen Fläschchen im Übrigen von „enamel color“ mit „wash effect„).

Palette oder Gläschen

Sowohl für das Anmischen der Farbe als auch zum Abfüllen des white spirits (zur Reinigung des Pinsels und für den zweiten Schritt der Ausführung der Technik) benötigt man eine Palette mit Vertiefungen oder irgendwelche kleinen Gefäße. Schnappsgläschen aus Kunststoff (*) sind dafür recht praktisch.

Glanz- und Mattlack

Für die hier gezeigte Technik ist der Einsatz von Lacken nicht zwingend notwendig, aber meiner Meinung nach empfehlenswert.

Der Mattlack (bzw. je nach Geschmack ggf. auch Seidenmattlack) dient dabei der Versiegelung des Modells nach getaner Arbeit. Mein Geheimtipp ist der farblose Sprühlack von Revell (*).

Ob man vor dem Einsatz der Öl- bzw. Emailfarben das Modell mit einem Glanzlack versieht, hängt von dem gewünschten Endergebnis ab. Ich werde dazu weiter unten in dem Abschnitt zur Ausführung etwas schreiben. Nur eins vorweg: In dem Artikel über Öl-Washes habe ich geschrieben, dass der Glanzlack auch dem Schutz der unteren Farbschichten vor dem agressiven Lösemittel des Washes dient (und zwar hier). Dies ist grundsätzlich auch korrekt. Allerdings geht man bei der Technik, die ich hier beschreibe, in der Regel so vorsichtig und bedacht vor, dass die unteren Farbschichten eigentlich nicht beschädigt werden sollten. Zumindest mir ist das bisher noch nicht passiert. Hier sollte aber jeder Hobbyist sein eigenes Fingerspitzengefühl selbst am besten einschätzen können. (Ich hoffe, dass ich in Zukunft nicht mit einer Flut von Beschimpfungsmails rechnen muss, weil es irgendwie doch zu Schäden gekommen ist. 😉 )

Ausführung

Das eigentliche Vorgehen ist überraschend einfach und besteht nur aus zwei Schritten.

Schritt 1: Auftragen der Farbe

Nachdem man sich einen Bereich ausgesucht hat, den man weiter verwittern möchte, trägt man die Farbe auf. (Auch bei der Wahl der richtigen Stellen für das Auftragen der Verschmutzung helfen Referenzbilder. Ich werde in der Zukunft einmal einen Artikel zum Thema „Inspiration“ schreiben.) Hierbei geht man im Wesentlichen genauso vor, wie bei dem Auftragen jeder anderen Farbe: Man taucht den oberen Teil des Haarkörpers des Pinsels in die Farbe und tupft anschließend einen Teil der Farbe an einem Lappen, Küchentuch o.Ä. wieder ab. Anschließend malt man mit dem Pinsel einen Strich genau an der Stelle auf das Modell, wo anschließend die Verschmutzung zu sehen sein soll.

In den meisten Fällen wird dieser senkrecht von oben nach unten verlaufen. In der Regel sollte man dabei oben ansetzen und den Strich nach unten ziehen, da der Pinsel anfangs die meiste Farbe abgibt. Dies ist durchaus passend, da Verschmutzungen, wie wir sie nachzuahmen versuchen, im oberen Bereich normalerweise stärker ausfallen. An der Stelle, an der wir den Pinsel vom Modell wieder absetzen, wird sich normalerweise (wenn man die Farbmenge nicht perfekt abgeschätzt hat) ein kleiner Tropfen gebildet haben. Das ist jedoch nicht weiter schlimmt, da dieser im zweiten Schritt problemlos entfernt werden kann. (In meinem Beispielbild unten kann man auch erkennen, dass meine Striche am Anfang und am Ende am dunkelsten ausfallen.)

Je mehr Farbe man aufträgt und je breiter der Strich gerät, desto stärker kann natürlich auch der Verschmutzungseffekt ausfallen. In meinem Beispiel unten habe ich zur Veranschaulichung recht viel Farbe mit dem Pinsel aufgenommen. Der Effekt kann natürlich auch deutlich subtiler ausfallen, wenn man das möchte.

Am Ende dieses Schrittes sollte man den Pinsel gut in white spirit o.Ä. ausspülen.

Schritt 2: Verwischen der Farbe mit white spirit

Rust Streaks von AK Interactive auf Ocre Yellow von Vallejo Model Air

Im zweiten Schritt kommt die eigentliche „Zauberei“ ins Spiel. Es ist dabei im Übrigen ganz egal, falls die Ölfarbe mittlerweile schon etwas angetrocknet ist.

Als erstes füllt man sich am besten etwas (sauberen/ frischen) white spirit in ein kleines Gefäß/ Schnapsglas. Danach nimmt man mit dem (mittlerweile sauberen) Pinsel etwas white spirit auf und tupft, als würde es sich um Farbe handelt, einen Teil davon wieder ab.

Anschließend wischt man mit der Pinselspitze an den Kanten der vorher aufgetragenen Linien entlang. Die roten Pfeile in dem Beispielbild oben in der Mitte verdeutlichen die Position und Bewegungsrichtung.

Letztendlich geschehen nun drei Dinge: Zum einen werden die gezogenen Linien schmaler. Die klobigen Linien im Beispiel oben links und in der Mitte können so mit Leichtigkeit zu den schmalen Linien rechts zusammengeschoben werden. Zum anderen verlängert sich die Laufspur der Verschmutzung nach unten. (Beide Punkte sollte man beim ursprünglichen Auftragen der Linien im 1. Schritt durchaus berücksichtigen.) Und nicht zuletzt wirkt das Ergebnis nun organischer, da der white spirit die Farbe stellenweise anlöst und mehr oder weniger zufällig übereinanderschiebt.

Den Vorgang des Entlangwischens kann man nun so oft wiederholen, bis man mit dem Endergebnis zufrieden ist. Man sollte dabei darauf achten, dass man sich Pinselstrich für Pinselstrich von außen der Mitte der Verschmutzung nähert. In dem mittleren Beispielbild oben würde das bedeuten, dass die roten Pfeile (links und rechts von jeder Verschmutzung) immer weiter zusammenrutschen. Ansonsten gibt es hier keine klaren Regeln und man muss einfach ein wenig herumexperimentieren. Diese Phase macht mir selbst allerdings den meisten Spaß.

Vorherige Versiegelung mit Glanzlack?

In dem weiter oben von mir verwendeten Beispielbild habe ich mich gegen eine Versiegelung der Oberfläche entschieden. Allerdings habe ich das nur getan, da ich bei der Aufnahme der Fotos störende Reflexionen durch die glänzende Oberfläche vermeiden wollte.

Letztendlich habe ich jedoch zur Veranschaulichung das oben beschriebene Verfahren doch noch einmal auf einer versiegelten Oberfläche durchgeführt.

links: Technik auf versiegelter Fläche, rechts: Technik ohne Glanzlack

Auf der linken Seite sieht man meinen Versuch mit Glanzlack, rechts befindet sich das Ergebnis des oben dargestellten Verfahrens ohne eine Versiegelung mit Glanzlack.

Wenn man genau hinsieht, kann man im Wesentlichen zwei Unterschiede erkennen:

Klarere Verschmutzungskanten mit Glanzlack

Zum einen wirken die Verschmutzungen auf der linken Seite etwas – ja, es klingt in diesem Zusammenhang komisch – sauberer. Damit meine ich, dass rechts um die eigentlichen Verschmutzungen herum eine Verfärbung zu sehen ist, die den eigentlich gelben Untergrund noch etwas abtönt. Auf der linken Seite hingegen sind die Abgrenzungen zwischen Verschmutzung und Untergrund etwas schärfer. Dies lässt sich dadurch erklären, dass sich die Ölfarbe auf der lackierten Fläche mit white spirit sehr gut – und wenn gewünscht auch rückstandslos – entfernen lässt. Ohne die Lackierung halten letzte Reste der Ölfarbe besser an der Oberfläche. Vermutlich wäre es zwar auch hier möglich, die Ölfarbe fast vollstädnig zu entfernen, doch riskiert man in diesem Fall in der Tat auch ein Ablösen des Untergrundes.

Ob man die rechte oder die linke Version besser findet, ist sicherlich Geschmackssacke und berührt durchaus wieder die Themen Kontrast und Realismus. Verschmutzungen entstehen oftmals graduell, sodass die rechts Version durchaus als realisitischer interpretiert werden könnte. Andererseits wirkt der Kontrast auf der linken Seite stärker und die Verschmutzungen wirken somit auf mich klarer.

Ausgefranste Verschmutzungen ohne Glanzlack

Zum Erkennen des zweiten Unterschieds muss man sich die beiden Fotos sehr genau ansehen. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Verschmutzungen rechts etwas ausgefranster wirken.

Wie genau es zu diesem Effekt kommt, kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Meine Vermutung ist aber, dass ich in Schritt 2 zu viel white spirit verwendet habe und damit die gelöste Ölfarbe etwas unkontrolliert in alle Richtungen schwimmen konnte. Das Interessante dabei ist, dass ich auf der linken Seiten die gleiche Menge white spirit verwendete, die Fransen aber nicht so stark ausgeprägt sind. Dies liegt vor allem daran, dass ich entstehende Fransen nachträglich noch wegwischen konnte. Hätte ich das auf der rechten Seite auch versucht, hätte der nachträgliche Pinselstrich (mit etwas white spirit) sicherlich eine helle Linie auf dem zuvor etwas eingefärbten Untergrund hinterlassen.

Abschließende Überlegungen

Zwar ist dies nicht mein längster Artikel, aber ich bin wieder einmal erstaunt darüber, wie lang der Text nun doch geworden ist. Ursprünglich dachte ich: „Diesen Monat sollte das mit dem Artikel ja schnell gehen. Ich mache 1-2 Fotos und erkläre dann, dass man zuerst eine Linie mit der Ölfarbe zieht, die man danach mit white spirit zusammenwischt. Das war’s.“

Beim Schreiben ist mir dann aber noch einmal deutlich geworden, dass ich beim Malen (wie wohl die meisten von uns) manche Dinge einfach nach Gefühl mache. Diese Dinge dann aber trotzdem für andere zumindest einigermaßen nachvollziehbar in Worte zu packen, bedarf dann aber doch immer wieder mehr Zeilen als ursprünglich gedacht. Ich selbst habe jedenfalls beim Schreiben dieses Artikels doch wieder das eine oder andere sinnvoll reflektieren und lernen können. Es würde mich freuen, wenn dir das als Leser zumindest auch ein klein wenig so geht.

9 Replies to “Verschmutzungen mit Ölfarben”

  1. Servus,
    wieder einmal ein hervorragender Artikel. Wie du beschrieben hast ist die Technik sehr einfach aber das Resultat überzeugt. Ich habe schon länger vor das mal auszutesten aber dann wieder vergessen gehabt. Ich glaube im Weihnachtsurlaub muss ich mir mal so ein, zwei Döschen kaufen und das mal ausprobieren.
    Danke für die Erinnerung daran 😉
    Gruß
    Garbosch

    1. Danke Garbosch! Ja, nutze Weihnachten ruhig mal als Gelegenheit, die Farben auszuprobieren. Als man mir das das erste Mal gezeigt hat, war ich jedenfalls begeistert, wie leicht das geht. Viel Spaß beim Probieren!

  2. Hallo,
    ich muss dir hier doch mal mein positives Feedback hinterlassen. Sehr gute, verständliche und unterhaltsame Texte, übersichtlicher Aufbau der Seite, gut strukturierter Aufbau der Themen und Inhalte. Das hätte man sich damals vor 20 Jahren gewünscht, als man mit dem Pinseln angefangen hat. Da gabs nur trial and error!
    Weiter so!

    1. Vielen Dank für das Lob! Man darf wirklich nicht unterschätzen, wie motivierend solche Rückmeldungen sind.
      Und ja, ich selbst hätte mir in den 90ern auch ähnliche Anleitungen gewünscht. Man lernt zwar beim Ausprobieren auch eine Menge, aber wenn man nicht jeden Fehler erst selbst einmal machen muss, spart das viel Zeit und Frust. Es freut mich jedenfalls immer wieder auf’s Neue, wenn ich mit der Seite jemandem weiterhelfen kann.

  3. Erstmal Danke für deinen Blog! Ich bin zwar nicht ganz neu aber mit max. 10 bemalten Minis am Anfang meiner Mal-Erfahrung. Dein Blog hilft durch seine Struktur und Ausführlichkeit, dass ich die Basics nochmal verinnerliche und direkt auch weiteres dazu lerne. Deine angenehme Art und der immer wieder eingemischte Humor macht das Lesen zum reinen Vergnügen! Mach weiter so!
    Nun ein Frage zum Artikel. Ist es möglich diesen Effekt auch mit Acrylfarben zu erreichen? Ich möchte nicht mit Ölfarben arbeiten und auch keine speziellen Farben dazu kaufen. Darum würde es mich interessieren ob ich mit (selbstgemachten) Washes/Shadern auf Acrylbasis etwas ähnliches erreichen kann?

    1. Hallo Christoph,
      dann gebe ich mal ein Dankeschön zurück: Vielen Dank für dein positives Feedback. Ich habe es schon mehrfach geschrieben, aber es ist und bleibt wahr: Ich freue mich immer sehr über diese Kommentare.

      Zu deiner Frage: Ja, grundsätzlich kannst du ähnliches zwar auch mit Acrylfarben hinbekommen, aber die dabei notwendigen technischen Fähigkeiten sind meiner Meinung nach höher. Ölfarben kannst du sehr lange nachbearbeiten, also z.B. wie ich das hier im Artikel beim Zusammenschieben zeige. Bei Acrylfarben hast du da deutlich weniger Zeit. Aus diesem Grund müsstest du die Acrylfarben bzw. vielleicht besser Acrylwashes mit spitzer Pinselspitze auftragen. Wenn du schnell bist, kannst du dann die Ränder der gezogenen Linien noch etwas verwischen, um ein etwas natürlicher/unregelmäßiger wirkendes Ergebnis zu erzielen. Ggf. könntest du durch den Einsatz von retarder medium deine Zeitfenster nocb etwas verlängern (z.B. indem du das Medium kurz vor dem Auftragen der Farbe auf die Fläche aufträgst, die du verschmutzen möchtest).
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich meine Gedanken nachvollziehbar darlegen konnte.

      Ich würde das Ganze an deiner Stelle aber auf jeden Fall zuerst auf einem unwichtigen Stück Plastik ausprobieren. Weathering Effekte stehen ja oftmals am Ende des Bemalprozesses und da wäre es sehr ärgerlich, wenn dann etwas schiefläuft.

      1. Danke für deine Rückmeldung!
        Ja, ich konnte deine Gedanken nachvollziehen. Ich bin auf ähnliches gekommen beim darüber nachdenken. Wie du schon empfohlen hast werde ich es einfach an einem unwichtigen Stück testen. Dann werde ich schon sehen ob ich mit meinen Fähigkeiten ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen werde.

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